Marcus Gnirß (von links) und Jens Keucher dankten Eugen Heizmann, Gert Bornheft und Michael Dannecker für ihren Einsatz Foto: Schwind

Die 64 aktiven Feuerwehrkameraden zählen im Jahr 2023 mehr als 10 000 Stunden durch Einsätze, Übungen, Lehrgänge und Kameradschaftspflege. In den nächsten 15 Jahren scheidet aber rund ein Viertel der Kräfte aus dem Dienst aus.

Ein bestens funktionierendes Gesamtwerk haben am Samstagnachmittag die Arbeitsberichte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sulz, Abteilung Stadt, im Schulungsraum auf Kastell bezeugt. Eine tolle Jugendgruppe und eine aktive Alterswehr runden den Erfolg ab.

 

Abteilungsleiter Marcus Gnirß konnte an der Jahreshauptversammlung eine stolze Anzahl an Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen begrüßen. Gekommen waren auch andere Vertreter der Blaulichtfamilie von DRK und Polizei. Zudem kam auch Bürgermeister Jens Keucher als oberster Dienstherr nicht nur der Abteilung Stadt, sondern auch der Gesamtwehr. Er kündigte einen einen neuen Rüstwagen an, der im Jahr 2025 komme.

118 Einsätze in diesem Jahr

Marcus Gnirß präsentierte beeindruckende Zahlern. So gehören aktuell 64 gut ausgebildete Feuerwehrkameraden und Feuerwehrkameradinnen der Abteilung Stadt an. Die Feuerwehrabteilung Stadt hat ein Durchschnittsalter von 38 Jahren. Allerdings scheide rund ein Viertel der Mannschaft in den nächsten fünf bis fünfzehn Jahren aus, informierte Gnirß.

Seit der letzten Hauptversammlung wurden 118 Einsätze mit 2399 Einsatzstunden gefahren, wie Abteilungskommandant Gnirß weiter berichtete. Darunter waren 60 Brandeinsätze, 56 technische Hilfeleistungen und zwei Feuerwehrsicherheitsdienste.

Zweimal Hamburg und zurück bei den Einsätzen

Bei Einsätzen, Übungen, Lehrgängen oder Kameradschaftspflege kamen 10 653 Stunden zusammen. Davon entfallen 2 399 auf Einsatzstunden und 698 auf Arbeitsdienste und Gerätewartstunden. Lehrgänge auf Kreisebene erforderten 733 Stunden, auf Landesebene 245. Hinzu kommen 118 Ausbilderstunden für die Maschinistenausbildung im Kreis.

Bei den Einsätzen wurden 2814 Kilometer zurückgelegt, das entspricht zweimal der Strecke von Sulz nach Hamburg und zurück. Es gab viele kleinere Einsätze wie Benzin- oder Ölspuren auf der Fahrbahn, Nachlöscharbeiten, Feuersicherheitsdienste, Kleinbrände und Türöffnungen.

In Sigmarswangen und Renfrizhausen stark gefordert

Im trockenen Sommer haben sich die Vegetationsbrände gehäuft. Dank Mobilfunk werde die Feuerwehr immer schneller über Brände informiert, was die Höhe des Schadens verringere.

Stark gefordert wurde die Abteilung Stadt bei einem Brand in der Kirche in Sigmarswangen und bei einem Gebäudebrand in Renfrizhausen.

Marc Trautewig lud zu einer Reise durchs ablaufende Einsatzjahr.

20 Mädchen bei der Jugendfeuerwehr

Mit dem Befüllen einer Dampflokomotive und der Sprengung des Geldautomaten der Volksbank in Sulz hätten sich zwei spektakuläre Einsätze ereignet. Aus der Jugendfeuerwehr berichtete Clemens Frick von gesamtstädtischen 60 Mitgliedern, davon 20 Mädchen. Die Abteilung Stadt hat 20 Mitglieder. Hans-Dieter Hagenlocherberichtete von der Alterswehr, in der 18 Mitglieder auf ein Gesamtalter von 1310 Jahren kommen.

Verabschiedungen und Ehrungen

Gert Bonheft
geht nach 50 Jahren in Feuerwehr-Rente. Er trat am 1. April 1967 in die Feuerwehr ein, er war stellvertretender Stadtbrandmeister und stellvertretender Abteilungskommandant.

Eugen Heizmann
trat am 1. Januar 1973 als Jugendlicher in die Freiwillige Feuerwehr Sulz ein – das Jahr in dem die Jugendfeuerwehr in Sulz gegründet wurde. Am 13. Dezember 1986 wurde er als Nachfolger seines Vaters zum Abteilungskommandanten gewählt und erlebte in der Folgezeit Jahre mit stetiger Entwicklung. So wurde im Jahr 1977 die Verlegung der Feuerwehr von der Stadt auf Kastell vollzogen. Eugen Heizmann war vom 13 Dezember 1986 bis zum 10. Dezember 2016 Abteilungskommandant der Einsatzleitung Stadt und beendete am 13. März 2023, an seinem 65. Geburtstag, den aktiven Dienst.

Michael Dannecker
wurde geehrt für 25 Jahre bei der Feuerwehr.