Auch hochkarätige Ehrungen gab es bei der Kommandantendienst- und Verbandsversammlung der Feuerwehren im Landkreis Freudenstadt. Foto: Baum

Im Doppelpack fanden die Dienstversammlung der Kommandanten und die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands statt. Dabei gab es besondere Ehrungen, unter anderem erhielt Kreisbrandmeister Frank Jahraus das Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe.

Im Rahmen der Kommandantendienstversammlung der Feuerwehren im Landkreis Freudenstadt wurde ein Abrollbehälter Gefahrgut an den Standort Horb übergeben, dies im Beisein von Landesbranddirektor Thomas Engelhaaf, der auch Ehrungen vornahm – etwa die für Kreisbrandmeister Frank Jahraus, der mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe ausgezeichnet wurde.

 

Vor dem offiziellen Teil des Tages war eine Verbandsversammlung geschaltet, bei der insbesondere der Wirtschafts- und Haushaltsplan 2024 beschlossen wurde. Neben den Ehrungen lag der Fokus der Kommandantendienst- und Verbandsversammlung auf den Jahresberichten des Kreisbrandmeisters und des Verbandsvorsitzenden.

Landesbranddirektor Engelhaaf hielt eine Ansprache, in der er betonte, dass „Feuerwehr mehr ist als bloße Hilfeleistung“. Die Aufgaben und Tätigkeiten der Feuerwehren hätten sich geändert, es gebe neue Aufgaben und Vorgaben. Große Aufgaben müssten gemeinsam angegangen werden, „die Feuerwehrkameraden sind Menschen, die viel leisten und die dazu beitragen, dass sich das Rad weiterdreht“. Vorbildlich sei es, wie es bei der Feuerwehr im Landkreis funktioniert. Kreisbrandmeister Frank Jahraus zeige immer „klare Kante.“

Viele Vertreter der „Blaulichtfamilie“

Horbs OB Peter Rosenberger freute sich, dass die „Feuerwehrfamilie in Horb zusammenkommt“. Es gebe einen engen Austausch, und „ohne die Feuerwehr würde vieles nicht funktionieren“. 800 Feuerwehrkameraden gebe es allein in Horb – und er hoffe, dass alle immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren könnten.

Ein Abrollbehälter Gefahrgut konnte an den Gefahrgutzug übergeben werden. Bei der Übergabe (von links): Landesbranddirektor Thomas Engelhaaf, Wilhelm Knödler (stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Horb), Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Bürgermeister Ralph Zimmermann, Bundestagsabgeordneter Klaus Mack sowie Thomas Hofer (stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Horb). Foto: Baum

Kreisbrandmeister Frank Jahraus begrüßte viele Vertreter der „Blaulichtfamilie“, etwa vom THW, dem Malteser Hilfsdienst, der Johanniter Unfallhilfe, vom DRK-Kreisfeuerwehrverband Freudenstadt oder auch von der Bergwacht und von der DLRG. Er hob die gute Zusammenarbeit mit Benjamin Teufel, dem Leiter der Integrierten Leitstelle, hervor. Jahraus lobte, dass die neue Integrierte Leitstelle „Meilenstein und zugleich Zukunftssicherung für unser Hilfs- und Rettungswesen im Landkreis Freudenstadt ist“. Jahraus ging auf die Anrufe in den beiden Leitstellen ein – hier gingen über den Notruf 25 443 Anrufe ein, daraus resultierten 1150 Einsätze.

Große Hilfsaktionen und Materialtransporte

In seinem Jahresbericht streifte er den Ukraine-Krieg und ging auf Blackout, Gasmangellage und Energieengpässe ein. Dies habe das bis dahin sichere Weltbild und den Wohlstand ins Wanken gebracht. Es habe große Hilfsaktionen und Materialtransporte gegeben. „Wir durften da helfen, wo Hilfe wirklich nötig war und konnten einen Teil zur humanitären Hilfe beitragen.“

Die Statistik im Landkreis zeige bei der Feuerwehr, dass es immer mehr Frauen gebe, die bei der Feuerwehr aktiv sind – hier konnte ein spürbarer Zuwachs festgestellt werden. Insgesamt gibt es derzeit 2142 Feuerwehrangehörige im Kreis. „Wir haben den höchsten Mitgliederstand seit 15 Jahren, und wir haben durch Corona keine Mitglieder der Feuerwehren verloren.“ Positiv sei der Trend bei der Feuerwehrjugend – 646 Jungen und Mädchen sind derzeit aktiv dabei. In den Altersabteilungen werden derzeit 500 Angehörige gezählt, hier dankte Frank Jahraus dem Alterspräsidenten und Kreisobmann Hans Dettling für dessen tolle Arbeit.

2023 gab es 46 Vegetationsbrände und keinen echten Waldbrand, sagte der Kreisbrandmeister. Man sei „kein typischer Waldbrandlandkreis“.

Auszeichnungen für Feuerwehrleute

Ehrungen
Hochkarätige Ehrungen gab es bei der Versammlung der Feuerwehren im Landkreis Freudenstadt. Kreisbrandmeister Frank Jahraus wurde von Landesbranddirektor Thomas Engelhaaf für seine langjährige Tätigkeit als Kreisbrandmeister mit dem Feuerwehrehrenzeichen der Sonderstufe ausgezeichnet. Freudenstadts Stadtbrandmeister Florian Möhrle sowie Horbs Oberbrandmeister Bernhard Müller und Oberbrandmeister Christian Kuon (Talheim), Hauptbrandmeister Jochen Link (Betzweiler-Wälde) sowie Oberbrandmeister Bernd Schmid von der Feuerwehr Horb wurden mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde Oberbrandmeister Maik Link (Loßburg, Abteilung 24-Höfe) geehrt. Auf Landesebene wurden Oberlöschmeister Hubert Rasch (Horb, Abteilung Stadt) sowie Brandmeisterin Doris Schatz (Loßburg, Abteilung Betzweiler-Wälde) mit der Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg geehrt. Auf Kreisebene wurden Oberbrandmeister Stefan Graf (Horb, Abteilung Rexingen), Hauptbrandmeister Jochen Link (Loßburg, Abteilung Betzweiler-Wälde), Oberbrandmeister Wolfgang Schneider (Horb, Abteilung Mühlen) sowie Brandmeister Martin Waidelich (Seewald, Abteilung Besenfeld) mit der Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbands Freudenstadt geehrt.