Die neuen und alten Stellvertreter des Kommandanten: Randolph Waltz (von links), Martin Feichter, Fabian Frank, Dennis Normann und Ralf Maier Foto: Reinhardt

51 Mal musste die Feuerwehr Deißlingen im vergangenen Jahr ausrücken. Parallel werden die Anforderungen an die Feuerwehrkräfte immer größer.

Kommandant Fabian Frank blickte in der Hauptversammlung der Deißlinger Feuerwehr auf das vergangene Jahr zurück. Die Einsatzkräfte wurden zu 51 Einsätzen alarmiert, darunter acht Brände und 28 technische Hilfeleistungen. Fehlalarmierungen gab es auch: 13 Stück insgesamt.

 

Insgesamt hat die Deißlinger Wehr 59 Mitglieder. Im Jahr 2023 gab es drei Abgänge. Ein Mitglied wurde in die Alterswehr verabschiedet und zwei wurden wegen mangelnder Dienstbeteiligung ausgeschlossen. „Wir werden weiter darauf schauen, wo eine Mitgliedschaft noch tragbar ist“, so Frank.

Ein weiteres Problem sei der immense Druck. Auch vergangenes Jahr sei wieder deutlich geworden, dass die Anforderungen im Feuerwehrdienst, aber vor allem in den Führungs- und Gerätewart-Tätigkeiten, und der verwaltungstechnische Aufwand immer größer werden, sagte Frank.

Geburtstagsgeschenk von der Gemeinde

Highlight war 2023 das Jubiläum der Wehr. Sie feierte 150. Geburtstag plus eins. Der Kommandant dankte allen für die großartige Unterstützung. Viele Termine mussten im vergangen Jahr wieder wahrgenommen werden, und die Ausbildung kam auch nicht zu kurz. Glücklich und dankbar ist man über das nachträgliche Geburtstagsgeschenk von der Gemeinde: den neuen Gerätewagen Logistik zwei, der als Ersatzbeschaffung für das 32 Jahre alte LF 16 TS angeschafft wurde.

Einsatz in der Kläranlage

Auf einen Einsatz wurde bei der Versammlung näher eingegangen. Am Tag des Festaktes der Feuerwehr war die Wehr alarmiert worden. Es brenne ein Schaltschrank mit starker Rauchentwicklung, hieß es. Der Schaltschrank befand sich in der Kläranlage. Man musste dabei äußerst vorsichtig sein, da ein Abschalten des Stroms in einer Kläranlage nicht so einfach sei. Doch die Deißlinger Wehr schaffte es und verhinderte so eine noch größere Katastrophe für den Neckar. Für diesen Einsatz gab es von allen Seiten großes Lob.

Jugendwart Randolph Walz berichtete über die Aktivitäten der jungen Feuerwehrleute. Einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeiten und die vielen Termine der Alterswehr, verlas Hubert Lissy. Auch die Oldtimergruppe um Klaus Bodmer war gut beschäftigt.

Für sein Engagement für die Feuerwehr Deißlingen wurde Bürgermeister Ralf Ulbrich vom Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden, Jürgen Eberhard, mit der Ehrennadel „Dank und Anerkennung“ in Gold ausgezeichnet.

Stichwahl nötig

Die Wahl des Kommandanten ging reibungslos über die Bühne. Fabian Frank erhielt die absolute Mehrheit.

Da die bisherigen Stellvertreter von Frank, Dennis Normann und Ralf Maier ausschieden, stellten sich gleich vier Feuerwehrkameraden für dieses Amt zur Wahl: Randolph Walz, Christian Güntert, Martin Feichter und Fabian Walz.

Hier ging es in eine Stichwahl, da im ersten Wahlgang nur einer die erforderliche Anzahl von Stimmen erreichte. Gewählt wurden letztendlich Randolph Walz mit 41 Stimmen und Martin Feichter mit 29 Stimmen. Erforderlich waren 28 Stimmen.

Ehrung für den Bürgermeister

Bürgermeister Ralf Ulbrich sei seit 15 Jahren der Deißlinger Gemeindechef. In dieser Zeit, so Eberhard, seien enorme Beschaffungen für die Deißlinger Wehr getätigt worden. Ulbrich wisse um das hohe Potential „seiner“ Freiwilligen Feuerwehr.

Ralf Ulbrich (rechts) wird die Ehrennadel vom Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Jürgen Eberhard überreicht. Foto: Reinhardt

Als organisatorischer Einsatzleiter habe Ulbrich stets auf die Aussagen der Führungskräfte vertraut und die AAO (Alarm- und Ausrückeordnung) des Kommandanten unterstützt. „ Für Ihren Einsatz für das Feuerwehrwesen gebühren Ihnen Respekt, Dank und Anerkennung“, so Eberhard. Mit dieser Ehrung wurde der Deißlinger Schultes übrigens überrascht und war, was selten vorkommt, sprachlos.