Die Beamten dokumentierten den Fund aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis. Foto: Zollfahndungsamt

Bei einer groß angelegten Aktion sind am Mittwoch von der Polizei fünf Menschen festgenommen worden. Schusswaffen, 70 Kilogramm Drogen und Vermögen von über einer Million Euro sind beschlagnahmt worden.

Villingen-Schwenningen - Vorige Woche wurden mehrere Wohnungen im Schwarzwald-Baar-Kreis durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Konstanz und das Zollfahndungsamt Stuttgart am Montag mitteilen.

Dabei konnten fünf Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. Seit Oktober letzten Jahres ermittelten die Beamten gegen die nun Festgenommenen aufgrund des Verdachts, bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln zu betreiben.

Drogen im Verkaufswert von 811.000 Euro in Garagen deponiert

Verdeckte Ermittlungen führten zum Erfolg. Dabei ging es um Geschäfte mit Kokain, Amphetamin und Marihuana im dreistelligen Kilogrammbereich. Bei den jetzt Festgenommenen handelt es sich um drei Männer und zwei Frauen im Alter von 32 bis 62 Jahren. Unter Ihnen auch der Haupttäter und dessen Mutter.

Bei den Durchsuchungen in der Wohnung des mutmaßlichen Haupttäters und anderen Verdächtigen wurden umfangreiches Beweismaterial und 250.000 Euro in Bar gefunden.

In zwei Garagen, die als Depot dienten, fand sich ein Großteil der beschlagnahmten Betäubungsmittel. Rund 45 Kilogramm Marihuana, 7 Kilogramm Amphetamin, 2,5 Kilogramm Haschisch und 200 Gramm Kokain wurden gefunden. Der Straßenverkaufswert hierfür beläuft sich laut Polizei auf insgesamt 811.000 Euro.

Waffen samt Munition gefunden

Auch drei Pistolen, ein Revolver und eine vollautomatische Maschinenpistole samt Munition sowie eine Geldzählmaschine entdeckten die Beamten in den beiden Garagen.

Die Höhe des Vermögensarrests über 1,1 Millionen Euro richtet sich allein gegen den Hauptbeschuldigten und dessen mutmaßlich aus den illegalen Geschäften erlangten Gewinnen. Ein beachtlicher Teil des Arrestbetrages konnte bereits gesichert werden. Weitere vermögensabschöpfende Maßnahmen und Ermittlungen zu den Gewinnen dauern an.

Es wird weiter wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Waffengesetz und Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.

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