6. Juni 2018: Benedikt Haibt (links) und Tobias Weißhaar bedanken sich nach der verlorenen Regionalliga-Relegation in Pirmasens bei den mitgereisten Fans. Nun ziehen sie noch einmal das 08-Trikot an. Foto: Eibner

Bis Sonntag soll der Kunstrasen im Friedengrund geräumt sein. Ein tolles Wiedersehen für einen guten Zweck. Beim FC Schönwald kommen alle Spieler zum Einsatz.

Am Sonntag (14.30 Uhr) ist es soweit. Das Benefizspiel für den schwer verletzten Schönwälder Spieler wird im Friedengrund angepfiffen. Der Kunstrasen wird dann geräumt sein.

 

„Wir haben am Mittwoch schon sehr viel Schnee geschippt. Gut war auch, dass Daniel Miletic bereits am vergangenen Freitag mit der Schneefräse auf dem Platz war. Wir sind sicher, dass wir ordentliche Bedingungen haben, zumal wir auch an diesem Freitag noch einmal am Platz arbeiten“, erklärt Mario Ketterer, einer der Organisatoren und Spielertrainer des FC Schönwald. Auch die Tribüne wurde bereits vom Schnee befreit. Der A-Ligist spielt gegen das Allstars-Team des FC 08 Villingen.

Mario Ketterer blickt voraus

Ketterer selbst wird aber das 08-Trikot anziehen und ausnahmsweise an der Seite seiner früheren Weggefährten dann gegen seine eigenes Team spielen.

Der FC Schönwald wird an diesem Nachmittag von seinem Vorsitzenden Christian Duffner gecoacht. „Wir wollen alle Spieler der ersten und zweiten Mannschaft einsetzen“, blickt Mario Ketterer voraus. Das Benefizspiel wird vom Schönwälder Regionalliga-Schiedsrichter Jürgen Schätzle geleitet.

Martin Braun ist der Coach

Martin Braun betreut die 08-Mannschaft und freut sich auch schon riesig auf den Nachmittag: „Wir spielen für eine gute Sache und außerdem ist es toll, die Jungs wiederzusehen.“ Wie die Startformation der Villinger aussieht? „Martin Braun lacht und sagt: „Das machen die Jungs in der Kabine unter sich aus.“

Jago Maric und ein paar Minuten

Auch bei Jago Maric ist eine große Vorfreude herauszuhören: „Dieses Benefizspiel ist eine fantastische Idee. Ich habe sofort zugesagt und freue mich nach einigen Jahren auf das Wiedersehen mit einigen damaligen Spielern von mir.“

Ob der BSV-Coach zuletzt ein wenig für den Sonntag trainiert hat? Jago Maric lächelt: „Einige Jungs sind ja noch aktiv, deshalb werden es bei mir nur ein paar Minuten Einsatz sein. Es geht ja um diese großartige Geschichte insgesamt.“

Kommt auch Kai Brünker?

Spannend ist Frage, ob der Saarbrücker Pokalheld vom Mittwoch, Kai Brünker, am Sonntag dabei sein kann. Mit seiner Mannschaft hat der „Panzer“, der am Donnerstag sogar die Titelseite des „Kicker“ ziert, am Samstag noch das Drittliga-Spiel beim SC Freiburg II. Ob ihm danach sein Coach Rüdiger Ziehl dann die Erlaubnis gibt, für einen Tag zu seinen alten Kumpels nach Villingen zu fahren, ist noch offen.

Der Spielführer

Auch Tevfik Ceylan, einer der Organisatoren des Benefizspiels, hofft natürlich auf möglichst viele Zuschauer am Sonntag im Friedengrund. „500 wären schön, aber das ist schwer abzuschätzen. Es geht um den guten Zweck. Die Einnahmen gehen an die Familie des verletzten Spielers“, stellt der 08-Spielführer klar, der zusammen mit dem Schönwälder Mario Ketterer die Ex-Teamkollegen zusammentrommelte.

„Kette und ich sind sehr gut befreundet. Wir schreiben uns regelmäßig Nachrichten. Dann gab es den traurigen Vorfall beim FC Schönwald. Da kam bei der Gedanke an ein Benefizspiel für den schwer verletzten Spieler auf“, blickt Ceylan zurück.

Zehn Minuten später war eine neue WhatsApp-Gruppe geboren, „gefühlte zwei Stunden“ danach war der Kader der 08-Traditionsmannschaft komplett.

Kapitänsdinner

Und auf welchen Ex-Mitspieler freut sich der bisher zehnfache Torschütze des Oberliga-Tabellenzweiten am meisten? „Da kann ich keinen herausheben. Es ist über zehn Jahre her, als ich aus der Jugend herauskam und in der Kabine auf diese Spieler mit großem Respekt aufschaute“, denkt er auch an Spielführer-Vorgänger wie Jago Maric, David D’Incau, Markus Knackmuß oder Benedikt Haibt.

„Ich freue mich einfach brutal“, ist Tevfik Ceylan gespannt, wie es am Sonntag „in unserer alten Kabine hergeht“. Nach dem Spiel geht es noch übrigens in ein Villinger Restaurant. Dann wird sicher auch die eine oder andere 08-Anekdote zur Sprache kommen.