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Faustball Das nächste Gold für "Leo" Pfrommer

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Stolz präsentiert Leonie Pfrommer ihre Goldmedaille der U18-EM. Foto: Heuer

Mit nur einem Satzverlust verteidigte die deutsche Faustball-Auswahl den Europameisterschaftstitel der U18-Altersklasse. Eine Hauptdarstellerin und Stammkraft des herausragenden Teams war Leonie Pfrommer, die Calwer Bundesliga-Abwehrspielerin.

Die Nummer 6 in der Mannschaft von Bundestrainer Hartmut Maus machte ihre Sache richtig gut – sowohl auf dem Feld in der linken Abwehr, ihrer Paradeposition, und auch im Siegerinterview nach dem deutlichen 3:0 (11:6, 11:5, 11:8) im Endspiel gegen die Österreicherinnen. Die mussten die Deutschen auch tags zuvor besiegen, "und da war es deutlich schwieriger, wir waren richtig gefordert", so die 18-Jährige aus Rötenbach, die einer echten Faustballerfamilie entstammt und seit ihrer frühesten Kindheit beim TSV Calw dem Ball hinterherjagt. Mit einem 3:1 (6:11, 11:6, 13:11, 11:8) hatte Deutschland das Finale erreicht, nachdem zuvor die Schweizerinnen klar 3:0 besiegt wurden (11:7, 11:3, 11:7).

Für Leonie Pfrommer ist die EM-Goldmedaille ein weiterer Meilenstein. Im Vorjahr gehörte sie schon zur Auswahl, die bei der U18-Weltmeisterschaft in den USA gewann. Im letzten Winter wurde sie mit dem TSV Calw deutscher Meister. Schade allerdings, dass im hohen Norden neben den Deutschen lediglich Österreich und die Schweiz um den Titel kämpften. Hier hat der Faustball noch Aufholpotenzial. Die Aktiven sind diesbezüglich deutlich weiter: So treffen bei der Männer-WM in Winterthur (mit dem "Calwer Eidgenossen" Raphael Schlattinger) von 11. bis 18. August 18 Mannschaften aufeinander. Bei der EM der Frauen (18.-20. Juli in Lazne Bohdanec/Tschechien), mit Henriette Schell vom TSV Calw, sind es immerhin neun Nationen.

So war das kleine U18-EM-Turnier eine klare Angelegenheit zugunsten des Top-Favoriten, obwohl die beste Angreiferin Helle Großmann krankheitsbedingt fehlte. Für sie sprang das seit Jahren auffällige Allroundtalent Maya Mehle aus Leverkusen an den Hauptschlag und sorgte mit ihren gewieften Diagonalbällen immer wieder für Jubel. Die Dennacherin Elena Kull durfte in der Vorrunde auch mal ran, im Endspiel aber setzte Hartmut Maus natürlich auf seine erste Fünf.

Zur Stammformation gehörten neben Leonie Pfrommer und Maya Mehle auch Kim Trautmann (Pfungstadt), Jule Weber (Brettorf) und Mieke Kienast (Ahlhorn). Nach der Entscheidung gab Birgit Kempinger, Österreichs Trainerin, unumwunden zu: "Wir haben einfach kein Rezept gefunden."

"Das war stark, was unser Team die zwei Tage geleistet hat", fasste "Leo" Pfrommer ihre EM zusammen. Und Trainer Maus: "Die Mädchen haben alles gegeben und den Zuschauern alles geboten, was drin ist. Dafür mein Dank auch mal an die Vereine und Landesverbände, ohne die so etwas überhaupt nicht möglich ist."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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