Trainer Frank Lebherz bespricht mit dem Frauenteam des TV Unterhaugstett die richtige Taktik für die zwei Spiele an der polnischen Grenze. Foto: Kraushaar

Es könnte um alles gehen. Aber zunächst müssen die Faustball-Frauen des TV Unterhaugstett 630 Kilometer weit fahren.

Sechs Stunden für 630 Kilometer hat der Routenplaner als Anfahrtsweg für den letzten Spieltag in der Faustball-Bundesliga für die Frauen des TV Unterhaugstett ausgerechnet. Es könnte in der Tat der buchstäblich „letzte“ in der ersten Bundesliga werden, sollte der Tabellensiebte seine beiden Spiele gegen den TSV Dennach und Gastgeber SV Energie Görlitz verlieren.

 

Gefahr im Verzug

Sollte der TV Stuttgart-Stammheim eines seiner beiden Spiele gegen den TV Segnitz oder den TSV Pfungstadt gewinnen, dann wird Görlitz für die TVU-Frauen zur letzten Ausfahrt um den Klassenerhalt. Ein Blick auf die Tabelle lässt das zwar als relativ unwahrscheinlich erscheinen, aber der TV Segnitz ist mit sechs Punkten Vorsprung schon für die Endrunde der Deutschen Faustballmeisterschaft qualifiziert, für den TSV Pfungstadt geht es um nichts mehr.

Eine nicht ungefährliche Situation, die den TV Unterhaugstett dazu zwingt, in erster Linie nach sich selbst zu schauen. Denn mit „Solidarität“ des TSV Dennach ist in Görlitz nicht zu rechnen, der zweite Schwarzwald-Club benötigt im Zweikampf um Platz drei mit dem TV Käfertal selbst jeden Punkt.

TVU-Frauen haben es selbst in der Hand

Aber, die TVU-Frauen haben es gegen das bereits abgeschlagene Schlusslicht selbst in der Hand, das Saisonziel „Klassenerhalt“ zu erreichen. Zwei Punkte, und alles ist gut, dafür benötigt es im Vergleich zum Heimspieltag beim TSV Calw eine deutliche Steigerung. Die Angriffsleistung von Lisa Waldenmaier und Vera Sauerbrunn beim 0:3 gegen die Hessestädterinnen und 1:3 gegen den TSV Pfungstadt wird nahe der polnischen Grenze kaum ausreichen, um gegen den Tabellenletzten zu bestehen.

Im Hinspiel war’s zäh

Im Hinspiel gab es einen mühsamen 3:2-Sieg, an dem die in Calw schmerzhaft vermisste Cornelia Musch einen großen Anteil hatte. Verständlich dass man bei den Schwarzwälderinnen auf ein Comeback der Angreiferin hofft, mit ihren Angaben würden die TVU-Aktien in Sachen Klassenerhalt deutlich steigen.