Mit der (freiwilligen) Rückgabe des Schlüssels für die Ortsverwaltung von Zunftmeister Manuel Häring an Ortsvorsteher Reiner herrschen im Stadtteil wieder politisch „goarnete“ Verhältnisse.
In Ratssaal der Ortsverwaltung roch es am Aschermittwoch-Vormittag nach Zwiebeln, Hering und Gurken. Traditionell und typisch an diesem Tag, an dem „Cäsar“ Manuel und „Asterix“ Reiner ihre kurze Amtszeit wieder tauschten.
„Schöne und lebendige Fasnet“ in Sauwadelhausen
Der Narrenchef sprach von einer schönen und lebendigen Fasnet in Sauwadelhausen, an der sich das ganze Dorf beteiligte. Allerdings müsse er einräumend feststellen, wieder ein Jahr älter geworden zu sein.
Ullrich gab zu, an den Amtsurlaub hätte er sich für länger gewöhnen können. In der Zeit, als die Narren regierten, habe er die Gelegenheit für eine Bierkur genutzt und sei an der Fasnet überall präsent gewesen. Auch habe es die Möglichkeit gegeben, den Menschen närrisch zu begegnen.
Werbung für Kandidatur im Ortschaftsrat
„Die Waldmössinger Fasnet habe ich das erste Mal komplett mit meiner Familie erlebt. Toll, was die Narrenzunft da alles auf die Beine gestellt und veranstaltet und wie fröhlich der Ort gefeiert hat“, hob der Ortsvorsteher hervor und ergänzte vielsagend: „Jetzt gehen wir wieder unseren ureigenen Amtsgeschäften nach gemäß dem Motto: Nach der Fasnet ist vor der Fasnet“.
Angesichts der launigen Rede Ullrichs bei der Schlüsselübergabe am Schmotzigen Donnerstag erkundigte sich Elferrat Jürgen Moosmann: „War das Kennenlernen auch für die anstehenden Kommunalwahlen im Juni erfolgreich?“
„Ja“, lautete die prompte Antwort. Zwei Personen hätten ihm zugesichert, sie würden für den Ortschaftsrat kandidieren.
Beim Besuch in den Besenwirtschaften sei er öfters darauf angesprochen worden, welche Aufgaben ein Ortschaftsrat habe. Er habe den Interessierten dabei auch erklärt, welche Folgen es für Waldmössingen ohne Ortschaftsrat geben könne.
Nach der kulinarischen Stärkung war dann für den Elferrat und weitere Mitglieder der Narrenzunft wieder Arbeitsdienst angesagt.
Mit Hilfe des Bauhofs wurde die Narrenwäsche abgehängt, die Parkverbotsschilder und Ortstafeln (Sauwadelhausen) aufgeräumt und der Großputz in der Kastellhalle in Angriff genommen.
Gemütliches Essen im Sportheim zum Ausklang
Hinterher wurde dann im Sportheim gemütlich zusammengesessen.
So schön die Fasnet für die Macher auch wieder war: Ein Großteil des Elferrats, der in Waldmössingen aus deutlich mehr als elf Personen besteht, hatte für die Hochphase wie in der Vergangenheit fünf Tage Urlaub genommen, weil sonst der Aufwand überhaupt nicht zu bewältigen wäre, wie ein Gremiumsmitglied im Gespräch mit unserer Redaktion unterstrich.