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Fasnet Jugendliche kübeln kräftig mit

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2009 mussten in Baden-Württemberg 4077 Kinder und Jugendliche vollstationär behandelt werden. Das sind 61 oder 1,5 Prozent mehr als 2008. Im Jahr 2007 waren es noch 3676 Fälle. Foto: dpa

Oberndorf - Immer mehr Kinder und Jugendliche landen im Krankenhaus, weil sie zu viel Alkohol trinken. Auffällig dabei: Die Klinikaufenthalte durch sogenanntes Komasaufen fallen vor allem auf die Fastnachtszeit und die Wochen vor den Schulferien.

2009 mussten in Baden-Württemberg 4077 Kinder und Jugendliche vollstationär behandelt werden. Das sind 61 oder 1,5 Prozent mehr als 2008. Im Jahr 2007 waren es noch 3676 Fälle.

Dass vor allem während der Fastnachtsmonate getrunken wird, ist eindeutig: In den Jahren 2007 und 2009, als der Aschermittwoch jeweils auf Ende Februar fiel, wurden im selben Monat die meisten unter 20-Jährigen in die Kliniken eingeliefert (2007: 382; 2009: 413), teilte das Statistische Landesamt gestern in Stuttgart mit. 2008, als die fünfte Jahreszeit schon Anfang Februar endete, landeten mit 418 die meisten jungen Leute im Januar in der Klinik (10,4 Prozent). Insgesamt gab es in diesem Jahr 4016 Fälle.

Mehr Klinikaufenthalte während der unterrichtsfreien Zeit

Bis einschließlich April greifen die Jugendlichen im Anschluss offensichtlich seltener zur Flasche; die Fallzahlen sinken auf bis zu 249 Fälle pro Monat (März 2007).

Ähnlich viel Alkohol wie in der närrischen Zeit fließt im Südwesten kurz vor und nach den Sommerferien: 2009 entfielen mit 430 Einlieferungen 10,5 Prozent aller alkoholbedingten Krankenhausbehandlungen auf den Juli. Exzessiv getrunken wird auch vor den Herbstferien. Während der unterrichtsfreien Zeit allerdings gibt es deutlich weniger Klinikaufenthalte.

»Wenn Kinder und Jugendliche allein sind, betrinken sie sich seltener«, sieht Andreas Kittelmann vom Klinikum Nordschwarzwald in Calw als Ursache für die saisonalen Höhepunkte. »In der Gruppe trinken sie dagegen eher.« Deshalb sei der Trubel während der Fastnacht in den Kliniken umso größer, bestätigt der Krankenpfleger, der auch Erfahrung im Maßregelvollzug hat: »Der Bedarf in den Notaufnahmen ist auf jeden Fall höher.«

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