Zahlreiche verschiedene Akteure präsentieren sich beim Bürgerball in Fluorn. Foto: Leinemann

Der Bürgerball wartet mit einem hochkarätigen Programm auf. Garden sorgen genauso für Spaß wie die Mainzelmännchen des VfL Fußball oder die Rateshow Dings-da.

Beim Narrenbaumstellen am Schmotzigen wurden Bürgermeister Rainer Betschner zusammen mit dem früheren Schultes Bernhard Tjaden nach närrischer Manier aufs Korn genommen.

 

Nach einem Gruß an Garde, Hansel, Münzpeter, Kunterbunt, Musiker, Hexen und auch die Feuerwehr richtete der Narrenpräsident der „Klein Bayern“ Patrick Kirschenmann kritische Worte über das Rathaus an die närrische Bevölkerung:

Goldene Wasserstation und Luxus-Bänke

So fehle noch neuer Asphalt auf so manchen Straßen in „Fluorn – Mittelpunkt – Europa“. Auch dürfe der Schultes gern Mitglied in der Narrenzunft werden, doch stehe erstmal die Schlüsselübergabe an.

Auch für das Millionenprojekt „Altekirchplatz 21“ in Winzeln City sollten doch goldene Trinkwasserstationen und Luxus-Bänke angeschafft werden, empfahl Narrenvorstand „Kirsche“.

Prominente Persönlichkeit im Ort

Im Anschluss an die Büttenrede fand in verschiedenen Besenwirtschaften noch Narrentreiben statt, bevor am Samstag das Fasnetsprogramm mit dem Bürgerball unter dem Motto „Deutsche Fernsehgeschichte“ weiterging.

Auch beim Bürgerball wurde Schultes Rainer Betschner aufs Korn genommen; schließlich handle es sich bei ihm um eine prominente Persönlichkeit, wie Reinhold Spitzele, der auch in diesem Jahr wieder gekonnt durchs Programm führte, feststellte.

Fernsehprogramm in Full-HD

Narrenpräsident Patrick Kirschenmann freute sich, dass „man eingeschaltet habe“ zum Programm „Deutsche Fernsehgeschichte“. Und das zurecht: Neben eindrucksvollen Choreographien der Kleinen, Mittleren und der Großen Garde erwartete die Gäste in der gut gefüllten Halle an diesem Abend hochkarätiges Fernsehprogramm in Full-HD mit der Hähnle-Crew als Newcomer beim Bürgerball der „Klein Bayern“.

Diese äußerten sich als Bauchredner in schwäbischer Mundart über die Fluorner Fasnet und zogen Narrenpräsident „Kirsche“ beim Kultklassiker „Fang das Licht“ musikalisch hinzu.

Filmriss und „Dings-da“

Reinhold Spitzele, geprägt von einer Midlife-Crisis, ließ indes wissen, dass sich das „Jagdrevier zwar vergrößert habe“, dass sich jedoch „die Munition verringere“. Alkohol sei ein Teufelszeug, und so könne es bezogen auf die „Deutsche Fernsehgeschichte“ auch mal einen Filmriss geben.

Einen Vergleich zog Spitzele auch vom Fernsehprogramm von früher in schwarz-weiß mit drei Kanälen mit dem heutigen Programm der Talkshows; nicht zu vergessen auch die Rateshow Dings-da, bei der Schultes Betschner beim Begrifferaten als Sieger hervorging.

„Fluorn exklusiv“

Lob gab’s zudem für das Winzelner Narrentreffen – dort gebe es wenigstens noch Wirtschaften im Gegensatz zu Fluorn, wo sich eine „Wirtschaftskrise“ bemerkbar mache.

„Deutsche Fernsehgeschichte“ wäre auch nicht denkbar ohne den „Bauwagen 2004“ mit vierzig Jahren RTL und dreißig Jahren „Exklusiv“ – oder besser: „Fluorn exklusiv“ – und den Mainzelmännchen des VfL Fußball, die als Werbefiguren so manchem Gast ein Schmunzeln entlockten, bevor die Musikband „Schwarzwald Buam“ bis tief in die Nacht für Stimmung sorgte und zum Mitmachen anregte.