Fünf Schnurrgruppen lösten mit Reimen, Gesang und Geschichten bei ihrem Publikum in Schapbach Lachsalven aus. Für ausgelassene Stimmung in den drei Schnurrlokalen sorgte die Hamperle-Harmonie mit Schunkelliedern.
Fast fünf Stunden lang herrschte am Samstagabend eine Bombenstimmung in Schapbach, als fünf Schnurrgruppen und die Hamperle-Harmonie durch drei voll besetzte Lokale zogen. Im Gepäck hatten sie Reime, viel Gesang und Geschichten über das ein oder andere Missgeschick der Bürger.
Alle Schnurrgruppen zeigten sich in prächtiger Verfassung, geistreich und spöttisch waren die Vorträge. Auch die Gemeindepolitik kam nicht ungeschoren davon. Geschnurrt wurde im Kuhstall des Alisehofs, in „Albans Sonne“ und im Pfarrheim. Die Hamperle-Harmonie sorgte mit Schunkelliedern für ausgelassene Stimmung in den Schnurrlokalen.
Ein Tal mit vielen „Schluckspechten“
Hamperlepräsident Marco Glöde und Kaffeetante Lenie Jehle begrüßten zu Beginn das närrische Volk und stellten die Schnurrgruppen vor. Alleinunterhalter Georg Lehmann war als „Barde“ der erste Schnurrant. Er wohne in einem Tal, in dem sehr viele „Schluckspechte“ beheimatet seien. Bloß Hahnenwasser zu trinken, mache auch keinen Spaß. In seiner unnachahmlichen Art begeisterte er als Sänger und Dichter. Mit einem lustigen Gedicht verabschiedete sich „Barde“ Lehmann vom Publikum.
Die „Glaswaldnixen“ mit Rita, Georg und Caroline sowie Lioba Jörg an der Gitarre schossen den Vogel ab. „Die Zeit isch kurz zwischen Weihnachten und hitt, aber scheiß drauf, Schnurre isch nur oimal im Jahr.“ Sie nahmen den Hamperlepräsidenten und die Häsgruppen auf die Schippe und meinten: der Hamperleverein sei nicht mehr auf dem neuesten Stand. Sie verteilten gleich für das kommende Jahr „Datenschutzhinweise“ an die Zuhörer. „Datenschutz ade, Hauptsach Fasnet war sche“, lautete ihr Slogan.
Schnurrgruppe inszeniert eine Gemeinderatssitzung
Die dritte Schnurrgruppe war „Staub trocken ohne Staub“ mit Günter Glöde, Ralf Schmieder, Uwe Weis, Jasmin Kern und Jens-Mathias an der Gitarre. Sie inszenierten eine Gemeinderatssitzung und wussten, dass Bürgermeister Bernhard Waidele bei seiner dritten Wahl alleine mehr Stimmen erhielt als alle anderen Kandidaten zusammen. Lachsalven löste das Schild „Hermann Rauber löchert“ aus der Fragestunde aus.
Premiere hatte die Schnurrgruppe „Die Vier von Berg und Tal“ mit Manuel Jehle, Bernd Herrmann, Simon Hoferer und Marvin Herrmann. Sie schilderten die vielen Missgeschicke auf ihrer Reise nach Uganda zusammen mit Trainer Armin Klausmann. Auf der Reise war plötzlich unbemerkt ein Mitfahrer verloren gegangen. Mit ihren Englischsprachkenntnissen hatten sie so ihre Schwierigkeiten. Am Ende waren alle froh, wieder im „Schappe“ gelandet zu sein.
Als letzte Gruppe kamen die „Schliffs aus dem Glaswald“, bestehend aus Ludwig und Martin Hoferer, an die Reihe. Sie hatten viel über die Künstliche Intelligenz zu erzählen. Sie wollten dem Schnurren einen wissenschaftlichen Anstrich verleihen. Eine Ehrung bei Sachtleben hatten sie sich notiert. Anstatt für 25 Jahre, wurde dort versehentlich eine 40-jährige Betriebszugehörigkeit Anlass zur Ehrung ausgesprochen – ein Fehler der KI. Auch schnurrten sie zwei Musiker, die vor verschlossener Tür am Probelokal standen und eine KI benötigten.
Am Ende des Schnurrabends wurde der 41. Hamperlebrägel angeboten. Im Schapbacher Narrenblättle finden sich viele der „Opfer“ wieder.