Die Burgfrauen zeigten bei der Bewirtung viel Frauenpower und versorgten die vielen Besucher literweise mit Kaffee. Foto: Kapitel-Stietzel

Hunderte Senioren kamen in diesem Jahr in die Hausacher Stadthalle, wo die Närrinnen mit ihren aufwendigen mittelalterlichen Kleidern nicht nur für Unterhaltung, sondern auch Kaffee und Kuchen in rauen Mengen sorgten. Dafür gab es viel Dank.

Aufwendiges Fasentsdekor, ein buntes Rahmenprogramm und natürlich ganz viel Kaffee und Kuchen: Auch in diesem Jahr wurde beim Burgfrauenkaffee in der Stadthalle wieder deutlich, wie wichtig auch die Senioren der Narrenzunft und den Burgfrauen sind.

 

Dass das gut bei der Zielgruppe ankommt, wurde schon direkt zu Beginn der Veranstaltung deutlich: Unter den vielen Metern an Stofffetzen-Girlanden die von der Decke baumelten, hatten sich hunderte Senioren einen Platz an den langen Tischen gesucht, die die Halle füllten. Und auch Verwandte und Narren waren zahlreich erschienen, womit die allermeisten Plätze in den Zuschauerrängen gefüllt waren, als die Burgfrauen dann unter Applaus einzogen und die Bühne bestiegen.

Die Hausacher Stadthalle war beim Burgfrauenkaffee fast komplett gefüllt. Foto: Kapitel-Stietzel

Obfrau Sandra Sonntag begrüßte die vielen Senioren und Narrenräte, die so zahlreich erschienen waren. Eine besondere Begrüßung gab es dabei neben Pfarrer Gerhard Koppelstätter und Bürgermeister Wolfgang Hermann insbesondere auch für den neuen Narrenvater Marko Schwab – der im November in sein Amt gewählt wurde und erstmals in seiner neuen Funktion beim Burgfrauenkaffee dabei war – sowie Ehrennarrenrat Hubert Heizmann, der 30 Jahre lang als Moderator im Einsatz war.

Der Narrenvater richtete seinen Dank insbesondere an die Burgfrauen: „Was wären wir heute ohne euch – unzählige Stunden habt ihr für den heutigen Tag geschafft“. Und Spaß auf der Fasent haben die Närrinnen auch, wie Schwab deutlich machte:„Sie trinken sogar auf dem Umzug den Sekt in Masse“. Für ihre harte ehrenamtliche Arbeit gab es für die Burgfrauen nicht nur vom Narrenvater, sondern auch von den Narrenräten und dem Publikum ein dreifaches „Narri-Narro“.

Narrenvater Marko Schwab und die Burgfrauen hatten auf der Bühne Spaß. Foto: Kapitel-Stietzel

Bürgermeister Hermann ging dann in seiner Rede humorig auf den Stand der Dinge in der Stadt ein: Den Stau würden zwar alle doof finden, aber „wir bauen nach der Tunnelsperrung wieder eine ordentliche Straße“, versprach er. Hermann dankte nicht nur den Burgfrauen, sondern auch den Pflegekräften: „sie rocken jeden Tag die Show“. Von ihm gab es für sie ebenso wie für die Burgfrauen entsprechend ein dreifaches „Narri-Narro“.

Danach gab es nicht nur Kaffee und Kuchen in rauen Mengen, sondern auch einen Losverkauf, Musik von der Narrenkapelle und den ersten Auftritt der neuen Kindertanzgruppe der Narrenzunft.

Die Burgfrauen

Die ausschließlich weibliche Narrengruppe existiert bereits seit dem Jahr 1950. Aktiv ist sie nicht nur bei Narrentreffen und bei Umzügen, sondern organisiert auch Veranstaltungen, um ihre Tradition hochzuhalten. Dazu gehört nicht nur der jährliche Burgfrauenkaffee, für den die örtlichen Senioren sogar von ihrer Haustüre aus abgeholt werden, sondern derzeit auch eine Sonderausstellung im Hausacher Zunftarchiv, bei der anhand vieler Exponate auf die Geschichte der Gruppe vorgestellt wird.