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Fasching in Stuttgart Wetterdienst warnt vor Sturmböen

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Ob der Faschingsumzug in Stuttgart am Dienstag wirklich wie geplant stattfinden kann? So zumindest sah der Umzug im vergangenen Jahr aus. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Das bunte Faschingstreiben neigt sich seinem Ende zu, doch der Montag und der Dienstag stehen auch in Stuttgart noch einmal ganz im Zeichen der Narren. Denn sowohl am Rosenmontag als auch beim großen Umzug am Faschingsdienstag wollen die Narren in der Stuttgarter Innenstadt feiern. Doch das Wetter könnte den Faschinsspaß in der Landeshauptstadt trüben: Der Wetterdienst warnt nämlich vor gefährlichen Starksturmböen.

Während in Karnevalhochburgen wie Düsseldorf, Duisburg und Mainz wegen des stürmischen Wetters bereits sämtliche Faschingsumzüge abgesagt wurden, signalisiert die Stadt Stuttgart aber ganz klar, dass die Veranstaltungen in Stuttgart alle wie geplant stattfinden werden - so zumindest ist das einem Tweet des Pressesprechers Sven Matis von der Stadt Stuttgart zu entnehmen:

Und das obwohl der Deutsche Wetterdienst vor starken Sturmböen warnt: "Im Moment haben wir zwar noch relativ freundliches Wetter in Stuttgart, der Wind nimmt aber bereits jetzt schon deutlich zu", sagt Meteorologe Klaus Riedl vom Deutschen Wetterdienst am Montag auf Nachfrage. So verlagere sich das Störungsfeld vom Rhein-Main-Gebiet bereits auf die Region Stuttgart, sodass die Böen im Laufe des Montagnachmittages immer heftiger werden.

Der Meteorologe warnt: "Wir erwarten Böen im schweren Sturmbereich bei 90 bis 100 km/h." Im Moment sei zwar nur die Filderhochfläche davon betroffen, doch es sei lediglich eine Frage der Zeit, bis die Sturmböen sich in der Region durchsetzen würden. So betont Riedl: "Der Wind nimmt weiter zu und stellt dadurch auch ein Problem für die Faschingsveranstaltungen dar."

Gefahr, dass Umzugswägen umkippen

Böen dieser Stärke können nämlich nicht nur dazu führen, dass Äste brechen und Bäume umstürzen - sie stellen insbesondere auch eine Gefahr für Umzugswägen auf den Faschingsveranstaltungen dar: "Große Flächen, wie beispielsweise die der Umzugswägen, bieten eine große Angriffsfläche für Stürme dieser Art", sagt Riedl. "Da besteht die latente Gefahr, dass ein solcher Wagen umkippt, zerstört wird und den Besuchern Gegenstände um den Kopf fliegen."

Auch für den Faschingsdienstag scheint Riedl keine Entwarnung geben zu können: "Im Laufe des Dienstagnachmittags nähert sich das nächste Tiefdruckgebiet aus Frankreich, weshalb der Wind entsprechend weiter zunehmen wird. Auch wenn das Wetter am Dienstag insgesamt moderater ist, wird es auch morgen wieder Starksturmböen geben." Außerdem, so Riedl, soll es ab dem frühen Nachmittag heftigen, ununterbrochenen Regen geben.

Trotz der eindeutigen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes gibt sich die Stadt Stuttgart unbeirrt und Sprecher Sven Matis bestätigt auf Nachfrage: "Das Ordnungsamt hat uns mitgeteilt, dass die Wetterlage am Montag und auch am Dienstag in Stuttgart so ist, dass die Veranstaltungen in Stuttgart wie geplant stattfinden können."

Das närrische Treiben geht weiter

Bislang aber scheint das Orkantief "Ruzica" die schwäbisch-allemannischen Narren nicht gestört zu haben. So gab es für die Besucher des Narrensprungs in Rottweil am Montag sogar Sonnenschein. In Rastatt hingegen ist man etwas vorsichtiger: Neben dem Rauentaler Fastnachtsumzug am Dienstag wurde auch die Fastnachtsbeerdigung vor dem Historischen Rathaus wegen Sturmwarnungen abgesagt. Aus diesem Grund soll der Narrenbaum anders als geplant auch schon am Montag abgebaut werden.

Wer sich das närrische Treiben in Stuttgart nicht entgehen lassen möchte: Am Rosenmontag findet um 18 Uhr das Guggentreffen auf der Stuttgarter Rathaustreppe statt, im Anschluss daran kann ab 19 Uhr bei der Rosenmontagsparty im Mash weiterfeiern. Am Faschingsdienstag geht es dann um 10 Uhr mit dem närrischen Staatsempfang im Neuen Schloss weiter, bevor um 14 Uhr schließlich der große Umzug durch die Stuttgarter Innenstadt beginnt.

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