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Eutingen Musik gegen die Buschfeuer in Australien

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Conny Conrad will mit seiner Spendenaktion in Australien helfen. Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Conny Conrad, ein 61- jähriger Künstler aus Weitingen, hat innerhalb von zwei Wochen ein Musikprojekt mit Spendenaktion auf die Beine gestellt. Das gesammelte Geld kommt einer Organisation für die australischen Buschfeuer zugute, denn "das Bedürfnis nach Hilfe erlöscht nie".

Eutingen-Weitingen. Die Naturkatastrophe in Australien war als eine scheinbar aussichtslose Katastrophe häufig in den Medien. Anfang der Woche veröffentlichte der Stern einen Bericht, in dem Folgendes stand:

"Seit Juli 2019 hatte die Feuerwehr mit allen Mitteln gegen die Brände gekämpft. Dass es zu dieser Jahreszeit in Australien brennt, ist nichts Ungewöhnliches. Vor allem über den Jahreswechsel aber hatte sich das Feuer als übermächtig erwiesen und riesige Schäden angerichtet.", hieß es im Artikel, mittlerweile seien die Brände aber besiegt.

Bedeutet diese Nachricht, dass alles wieder in Ordnung ist? Ein Bericht der Tagesschau, vom Montag, zeigt: Das ist nicht der Fall. Die Langzeitfolgen bedrohen den Kontinent und damit auch die Menschen, die dort leben.

Zum Beispiel stehen viele Obstbauer "vor dem Nichts", nachdem ihre Plantagen abgebrannt sind. Die Schätzungen über die Schadenshöhe schwanken zwischen 100 und 200 Milliarden Dollar, so der Bericht. Langfristige Folgen durch die immer schlimmeren Dürren in der Landwirtschaft sind hierbei nicht mit einberechnet. Denjenigen, die mit den Langzeitfolgen der Katastrophe zu kämpfen haben, möchte der Künstler nun helfen. Genauso wichtig sei die Prävention, denn er hoffe auf weniger verheerende Brände in der Zukunft.

Der Song, der im Rahmen dieses Projektes entstanden ist, heißt "Welcome to Australia". Schon vor 20 Jahren entstand dieses Lied mit befreundeten Sängern.

Der Weitinger bekam hierbei Unterstützung von Andrea Beth, Michaela Kuti, Stefan Briel, Gerd Kannemann und John Liedermann.

Die Neuversion des Liedes kommt jedoch aus diesem Jahr und entstand im Rahmen einer spontanen Aktion.

Conrad wollte das Lied neuaufnehmen, während es in Australien noch brannte und die Medienberichte noch emotionale Reaktionen hervorrufen konnten.

Als eine besondere Herausforderung erwies sich die spontane Terminfindung während der Produktion. Über einen Internetaufruf suchte er nach Sängern, die den Song mit ihm zusammen aufnehmen wollten. Es sei nicht nur darum gegangen, jemanden zu finden. Die Sänger mussten das Lied einstudieren und aufnehmen, und zwar so schnell wie möglich.

Am Ende arbeitete der 61- Jährige doch mit seinen Freunden zusammen, da die "Arbeitswege schon geklärt" gewesen seien.

Auf den Sinn, den das Projekt verfolgt und darauf, dass andere mitgemacht haben, sei der Musiker besonders stolz.

Auf die Frage, warum er sich für genau diese Organisation entschied, nennt er zwei Gründe. Da der Australian Bushfire Relief Fund mit Google zusammenarbeitet, sei es für ihn einfach gewesen, den Weg der Spenden nachzuvollziehen.

Er wollte sich sicher sein, dass nicht "70 Prozent an die Verwaltung geht". Der andere Grund sei ein persönlicher Bezug zu diesem Kontinent. Im Jahre 1999 heiratete er dort seine Frau. Sowohl er als auch sie haben sich "stark in Australien verliebt." Als die beiden von den ungewöhnlich starken Bränden erfuhren, spendeten sie bereits privat, denn ihnen habe "das Herz geblutet".

"We Help Australia" ist zeitlich nicht begrenzt, so der 61-jährige. Das nächste Buschfeuer könnte schließlich wieder ein verheerendes sein.

Solange er Geld mit dem Verkauf oder dem Abspielen seiner Musik verdiene, spende er dieses vollständig an die Hilfsorganisation. Internetplattformen, die man dafür nutzen kann, sind YouTube, Google Play Musik, Spotify, und Deezer.

Über das sogenannte "Music Promotion Network" (MPN) vermarktet er seine Songs. Dadurch haben, so Conrad, die öffentlich-rechtlichen Radiosender Zugriff auf die Songs.

Um die Aktion des Weitingers zu unterstützen, verzichte das MPN jedoch auf das Geld, welches ihnen die Plattenfirmen normalerweise für die Veröffenlichung zahle.

Bisher wurde "Welcome to Australia" 1600 Mal gestreamt, beziehungsweise heruntergeladen. Conrad hofft darauf, dass er weiterhin Erfolg mit seiner Aktion hat und den Erlös spenden kann.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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