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Eutingen Gleich zwei Störungen sorgen für Ausfälle

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Für die Rohrdorfer wird aktuell nach einer schnellen Lösung gesucht, schreibt die Telekom, dass die Telefonstörung die nächste Zeit behoben werden soll.Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Bei Verlegungsarbeiten Ende August für das Backbone-Netz des Landkreises wurde laut Angaben der Telekom im Bereich der L 360 bei Rohrdorf das Hauptkabel beschädigt. Seither erleben Telekom-Kunden immer wieder Ausfälle.

Eutingen-Rohrdorf. Auch die Rohrdorfer Ortsverwaltung und der Kindergarten seien betroffen. Ortsvorsteher Alexander Schweizer schaute in seinen E-Mails nach. Seit dem 4. September sei er in Kontakt mit der Telekom, weil auch seine Familie keine Verbindung habe. Da auf dem Rathaus keine Beschwerden eingegangen seien, wisse er nicht, welche Bereiche von Rohrdorf betroffen seien.

Eine Rohrdorfer Familie, die in der Alemannenstraße wohnt, sagt: "Wir haben seit dem 7. September kein Telefon und Internet, also durchgehend."

Auf Anfrage erklärte Martina Weidmann von der Telekom AG: "Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Entstörung und hoffen, bis spätestens Donnerstag die Arbeiten abzuschließen. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und bitten unsere Kunden um Verständnis." Der Frust auf die Telekom steigt bei so manchem Kunden, doch diese kann nichts dafür. "In Eutingen kam es leider in den letzten Wochen zu zwei voneinander unabhängigen Kabel-Störungen", schreibt die Telekom-Sprecherin. Bei Tiefbauarbeiten im Bereich der L 360, Weitinger Straße, sei ein Hauptkabel beschädigt worden, das die Telekom umgehend ersatzschalten und durch das Einziehen eines Vier-Meter-Kabels am 1. September entstört habe. "Nach dem Beheben der ersten Störung kam es zu einer weiten Störung an anderer Stelle. Am 2. September konnten einige Kunden wiederum nicht wie gewohnt telefonieren und das Internet nutzen. Ursache für diese Störung war Wasser, das in das Hauptkabel eingedrungen ist –  im Bereich Parkplatz Bahnhof, Weitinger Straße, Eutinger Bahnhof", erklärt Weidmann und schreibt weiter: "Leider sind keine Ersatzschaltemaßnahmen möglich. Wir haben eine Aufgrabungsanzeige an die Gemeinde gesendet, die wir auch erhalten haben. Leider war die Störungsstelle im Parkplatz zugeparkt, sodass sich die Aufgrabungsarbeiten verzögert haben. Nun ist der Bereich rund um die Störungsstelle abgesperrt und das Kabel geliefert."

Bei der vergangenen Rohrdorf Ortschaftsratssitzung am Montag kamen Fragen zu der Baustelle im Bereich Neuer Bahnhof auf. Ortsvorsteher Schweizer hatte erklärt, dass es sich dabei wohl um die Backbone-Maßnahme des Landkreises Freudenstadt handeln musste (wir berichteten). Nähere Informationen ergaben sich auf Nachfrage beim Landratsamt. "Die Maßnahme ist Teil des Gesamtprojekts des Landkreises, das Ende 2021 fertiggestellt sein soll – die Ausschreibung für den Netzbetrieb wird in Kürze veröffentlicht", sagt Marlene Krech vom Landratsamt Freudenstadt. Nach Rücksprache mit dem Generalunternehmer, der Netze BW, teilte sie mit, dass es sich bei der Baustelle um die Verlegung eines Teilstücks des Backbone-Rohrverbands auf der Trasse Eutingen/Eutinger Bahnhof handle. Kunden würden im Rahmen dieser Maßnahme nicht angeschlossen. "Die innerörtliche Trassenbaustelle wird voraussichtlich noch etwa drei Wochen andauern. Die Bahn ist von der Maßnahme nicht direkt betroffen, der Zugang sollte uneingeschränkt möglich sein", hieß es von Seiten des Landratsamtes.

Dieses bestätigte auch, dass die Telekomstörung mit den Backbone-Arbeiten zusammenhänge. Jedoch hatte das Landratsamt Mitte der Woche die Information erhalten, dass der Schaden behoben worden sei und dass die Telefon- und Internetstörungen in Rohrdorf auch beseitigt sein müssten. Doch die Telekom-Kunden konnten das am Donnerstag nicht bestätigen. Die Telekom erklärt: "Wenn Wasser in das Kabel eingedrungen ist, ist eine Entstörung leider recht aufwendig. Zunächst muss der Fehler durch Messungen lokalisiert werden, da das Kabel im Boden liegt und nicht frei zugänglich ist. Anschließend können wir mit den notwendigen Tiefbaumaßnahmen beginnen. Sobald das Kabel freigelegt ist, wird das beschädigte Stück entfernt. Das neue Kabel wird dann auf beiden Seiten gespleißt, das heißt, auf beiden Seiten müssen mehrere hundert Kupferadern miteinander verknüpft werden. Das macht keine Maschine, das ist richtige Handarbeit. Da muss ein Kollege in die Baugrube und die Adern miteinander verbinden. Ein solches Kabel ist so dick wie ein Unterarm. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Anschlüsse einzeln hochgefahren und die Straßendecke wieder versiegelt."

Die Telekom empfiehlt allen, die von der Störung betroffen sind: "Wer möchte, kann sich seinen Anschluss aufs Handy umleiten lassen. Man kann das im Internet selber machen: www.telekom.de/kundencenter. Oder den Kundenservice damit beauftragen unter Telefon 0800/3 30 10 00." Die Störung war bis zum frühen Freitagnachmittag bei den Kunden in der Alemannenstraße und in der Blumenstraße noch nicht behoben.

Am Nachmittag meldete sich die Telekom: "Ich habe keine gute Zwischenmeldung für unsere betroffenen Kunden in Rohrdorf: Beim Ausgraben des gestörten Kabel wurde festgestellt, dass Wasser im kompletten Kabel eingedrungen ist. Zudem wurde eine weitere Störungsstelle im Kabel rund 250 Meter weiter geortet. Es sind massive Tiefbauarbeiten notwendig, um 500 Meter Hauptkabel auszuwechseln. Gründe für die weiteren Störungen sind zum einen das Wasser und zum anderen Fräßarbeiten von der Gemeinde Freudenstadt, die das Hauptkabel an mehreren Stellen beschädigt haben. Leider sind keine Ersatzschaltemaßnahmen möglich. Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Entstörung. Wir hoffen auf ein Störungsende bis Montagabend."

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