Vereinsvorstand Thomas Löhrke umrahmt von Nadine Zschirpe (links) und Karolina Witek inmitten ihres OsterschmucksFoto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Heimat: "Förderverein für Kultur und Gemeinschaft in Rohrdorf" möchte mit Aktionen und Veranstaltungen aktiv gestalten

Es gibt einen neuen Verein im Eutinger Ortsteil Rohrdorf. Den "Förderverein für Kultur und Gemeinschaft in Rohrdorf" dessen Mitglieder es sich zum Ziel gemacht haben, sich aktiv im Dorf einzubringen. Den Verein gibt es offiziell seit dem 6. Februar dieses Jahres.

Eutingen-Rohrdorf. "Mit Aktionen und Veranstaltungen möchten wir über das Jahr hinweg eine aktive Rolle bei der Dorfgestaltung einnehmen, die Menschen zusammenbringen und die in der Dorfgemeinschaft vorhandenen Ressourcen nutzen", so die Grundausrichtung des neuen Vereins. Mit generationsübergreifenden und generationsspezifischen Projekten möchte der Verein dabei vom Senior bis zum Kindergartenkind jeden ansprechen. Die Gestaltungsspielräume sind groß und der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. "Deshalb engagieren wir uns unter dem Motto: Wir für Hier", lautet das Credo des aktuellen Teams um Vorstand Thomas Löhrke.

Auf die Frage, warum man den Verein ins Leben rief, antwortet Löhrke: "Mir ist in meinen Gesprächen im Ort die Bereitschaft zum Engagement und der Ideenreichtum aufgefallen. Das hat mich dazu gebracht eine entsprechende Struktur zu schaffen, um Gleichgesinnten die Möglichkeit zu geben sich aktiv einzubringen. Dazu war der Verein als gemeinnützige Organisation ideal."

Karolina Witek, stellvertretende Ortsvorsteherin und Mutter zweier Kinder ergänzt: "Das war durchaus ein Prozess und viele schöne Stunden auf dem Spielplatz. Es begann mit Ideen und Vorstellungen darüber, was das Landleben ausmacht. Bald wurde klar, dass all das, was wir uns von einem Landleben wünschen, am besten im Rahmen eines Vereins zu realisieren ist. Thomas hat dann letztlich Nägel mit Köpfen gemacht und die entsprechenden Strukturen in die Wege geleitet", erinnert sie sich an die Anfänge, die letztendlich zur Vereinsgründung führten.

Einen konkreten Anlass, dass den Gründungsmitgliedern irgendetwas in der dörflichen Infrastruktur gefehlt hätte, gab es zwar nicht, doch konnte man sich vorstellen, dass noch viel Potenzial in der Dorfgemeinschaft schlummert. Man versuchte, dieses Potenzial mit ein paar einfachen Aktionen, die auch in Pandemiezeiten möglich sind, abzurufen und man durfte sich gleich bei den ersten beiden Aktionen, einer Dorfrallye und bunt bemalten Steinen, die man überall im Dorf verteilte und die vom Elternbeirat des Kindergartens initiiert wurde, über guten Zuspruch freuen.

Wer davon noch nichts mitbekam, der wurde spätestens in der Weihnachtszeit auf die vielen bunt geschmückten Tannenzweige aufmerksam, die von einigen Ehrenamtlichen an Straßenlaternen und an prominenten Stellen im Dorf aufgehängt wurden und Rohrdorf so ein klein wenig vorweihnachtliche Stimmung bescherten. Es war eine Aktion, die sehr gut ankam und für welche die Freiwilligen, die inzwischen alle im Förderverein aktiv sind, viel Lob bekamen. Diesen Erfolg wiederholten sie nun aktuell auch an Ostern.

Aktuell steckt derVerein noch in den Kinderschuhen

Der Ortskern wurde an zwei Brunnen in der Karwoche festlich dekoriert und es wurden, wo möglich, Blumen eingepflanzt. "Die Reaktionen von Passanten waren bereits beim Dekorieren durchweg positiv und man zeigte sich dankbar für den Einsatz rund um den Ort", so das Resümee von Thomas Löhrke. Er konnte von dieser Oster-Aktion weiter berichten, dass eine Anwohnerin eigenverantwortlich aktiv geworden ist und nun die Blumen gießt, die dadurch prächtig gedeihen. "Das ist uns eine enorme Hilfe, für die wir sehr dankbar sind", freut sich der Vereinsvorstand über diese Mithilfe. In diesem Zusammenhang bedankte er sich auch bei Achim Wetzel, der dem Verein bei den Holzelementen der Dekoration behilflich war und die Holzplatten in lobenswertem Selbstverständnis beigesteuert hat.

Ein weiterer Dank ging an Magda und Maria Schäfer, die mitgeholfen haben, dass man insgesamt 43 Senioren in Rohrdorf selbst sowie die älteren Rohrdorfer, die im Seniorenheim in Eutingen wohnen, mit einem kleinen Ostergeschenk erfreuen konnte. Ein kleines Zeichen, das bewies, dass man im Heimatdorf an sie denkt und ihnen Beistand in harten Corona-Zeiten leistet. Um jedem der älteren Einwohner eine kleine Osterfreude zu machen, war viel detektivische Vorarbeit, insbesondere bei der Adressenbeschaffung, von den Vereinsmitgliedern zu erledigen. "Es gibt keine Listen oder dergleichen und die Gemeindeverwaltung darf aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Adressen rausgeben, deshalb mussten wir uns im Dorf durchfragen", erklärt Nadine Zschirpe, die mit Geschick, Geduld und einigen Stunden positiver Klingelputze nun doch eine ordentliche Liste beisammenhat, die sie gerne ergänzt. "Einfach bei uns melden, dann kommt im nächsten Jahr auch der Osterhase zu ihnen", sagt sie lächelnd. Aber nicht nur für die Best-Ager gab es ein Osterei, nein auch die Kinder wurden nicht vergessen. Sie wurden, samt ihrer Eltern, auf Hasensuche geschickt. Der Rohrdorfer-Osterhase versteckte sich vom 1. bis 5. April außerhalb des Dorfes und ließ sich am besten bei einem Spaziergang finden. Wer ein Bild von ihm schoss und dies an die Mailadresse des Vereins schickte, bekam, coronagerecht, eine kleine Belohnung in den Briefkasten geworfen.

Aktuell steckt der Verein noch in den Kinderschuhen. "Wir befinden uns derzeit in der Findungs- und Organisationsphase und müssen schauen, welche Möglichkeiten uns die Pandemie lässt", erklärt Thomas Löhrke.

Als nächste Aktion möchte man das Kreuz im "Grund" reinigen und den Platz rund um das Kruzifix von Unrat und Gestrüpp befreien. "Dafür reichen zwei Personen und wir bekommen deshalb keine Probleme mit den Corona-Vorschriften", ist sich Löhrke sicher. Finanziell muss man sich (noch) nach der Decke strecken, denn der junge Verein lebt im Moment nur von seinen Mitgliedsbeiträgen. "Wir hoffen, dass wir vom örtlichen Vereins-Budget was abbekommen", so der Wunsch der Vereinsspitze die alle herzlich willkommen heißen, die sie unterstützen oder sich aktiv einbringen wollen.

Kontaktaufnahme kann per E-Mail an lnfo-fkg@web.de oder unter Telefon: 0174/8 02 12 16 mit dem ersten Vorsitzenden Thomas Löhrke oder seiner Stellvertreterin Tanja Reis erfolgen und für Wünsche, Ideen und Schaffenskraft ist man jederzeit dankbar.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: