Aufgrund einer technischen Störung musste die Wasserachterbahn „Atlantica Supersplash“ am Mittwoch evakuiert werden. Foto: Europa-Park

Eine Europa-Park-Achterbahn hat am Mittwoch gestoppt. Es mussten Passagiere evakuiert werden. Das waren die Gründe.

Zwei Zwischenfälle innerhalb einer Woche: Die „Blue Fire“ hat am Freitag eine Steigung nicht bekommen, weil ein Modul defekt war. Am Mittwoch hat es nun die Wasserachterbahn Atlantica Supersplash erwischt.

 

Das Fahrgeschäft wurde evakuiert, wie der Europa-Park auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. Die Evakuierung habe nur wenige Minuten gedauert, die Bahn selbst stand jedoch über eine Stunde lange still. In den Sozialen Medien kursiert ein Foto, das zeigen soll, wie Passagiere von einem Steilstück der „Atlantica Supersplash“ über eine Nottreppe die Bahn verlassen.

Die Passagiere seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen: „Es kam zu einer technischen Störung. Die Anlagen gehen dann immer in den sichersten Zustand (Stillstand). Die Bahn bleibt also nicht stehen, weil etwas passiert ist, sondern zur Sicherheit“, erläuterte Pressesprecher Florian Kornprobst unserer Redaktion.

Manche Fans kritisieren, dass solche Störungen sich in dieser Saison häufen würden, das kann Kornprobst jedoch nicht bestätigen: „Störungen können durch verschiedenste Ursachen ausgelöst werden. Hier gibt es keine Regelmäßigkeit, die man benennen könnte.“ Der Sprecher betont zudem, dass die Bahnen im Europa-Park fünf Millionen Fahrten pro Jahr absolvierten: Störungen seien im Verhältnis zu den täglichen Fahrten extrem selten.

Park: Technische Störungen sind unvermeidbar, aber nicht gefährlich

Komplett vermeidbar seien technische Störungen nicht, hatte auch Volker Klaiber, Direktor „Operation and Service“ und Mitglied der Geschäftsleitung, bereits in der Vergangenheit unserer Redaktion gegenüber betont. Anlass war ein technischer Zwischenfall bei der Poseidon im August 2022. „So eine Achterbahn ist ein Hightech-Instrument, darin ist unglaublich viel Technik verbaut“, erläuterte Klaiber damals. Sobald die sensible Steuertechnik irgendwelche Diskrepanzen, also Abweichungen, von der Norm erkenne, werde die Achterbahn automatisch in einen sicheren Zustand, sprich in den Stillstand, gebracht, erklärt der Experte. Für die Fahrgäste sei eine solche Störung jedoch ungefährlich.

„Das Europa-Park-Resort ist mit jährlich mehr als sechs Millionen Besuchern vergleichbar mit einer kleinen Stadt. Dass es hier zu vereinzelten Vorkommnissen kommt, die schnell ihren Weg ins Netz finden, ist demnach auch ganz normal“, betonte Kornprobst am Donnerstag. Jedoch, so erklärte er auch: „Alle Abläufe sowie Maßnahmen werden stets zur Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter sehr professionell, sicher und reibungslos abgewickelt. Auch diese Botschaft kommt mittels der Sozialen Medien an.“

Auch „Matterhornblitz“ stand still

Laut einem der Schweizer Zeitung „Blick“ stand am Donnerstag auch der „Matterhornblitz“ kurzzeitig still. Auch hier mussten Fahrgäste die Bahn offenbar auf einer Treppe verlassen.

Unfall bei der „Atlantica Supersplash“

Zu einem größeren Unfall bei der „Atlantica Supersplash“ mit sieben Verletzten war es im August 2023 gekommen: Das lag allerdings nicht an der Bahn selbst, sondern der Sprungturm einer dort stattfindenden Wasserspringshow war eingestürzt und auf die Bahn gefallen.