Matteo Parigino präsentiert zusammen mit seiner Frau Florentina eine Pizza nach spezieller Chefart. Foto: Vögele

Der Pizza Express Don Matteo kommt gut an. Seit vier Jahren gibt es dort Pizza von einem Bäcker aus Leidenschaft. Denn es gibt einen bestimmten Grund, warum die Kunden immer mehr werden.

Ein herzliches „Ciao bella“ empfängt den Kunden beim Betreten des Pizza Express´ Don Matteo.

 

Es kommt aus dem Munde des Inhabers Matteo Parigiano, der trotz aller konzentrierter Geschäftigkeit an seinem Pizzaofen ein freundliches Lächeln und eine einladende Geste übrig hat.

Zutaten aus der Region

Eine kleine Wartezeit ist man auch gewohnt, wird man doch anschließend mit einem „Meisterprodukt“ kulinarisch verwöhnt. Don Matteo versteht sein Handwerk. Der 52- Jährige aus Lesina im Gargano ist Pizzabäcker seit seinem 17. Lebensjahr und das aus Leidenschaft.

Gerne erzählt er, wie er „studiert“ habe, seine Pizzas zu einem vollkommenen Genuss zu machen. Etliche Zertifikate zeugen davon. Schon der Teig unterliegt einer besonderen Herstellung. Die Zutaten sind regional frisch aus einheimischen Betrieben und seine Tomatensoße ist auch a la casa.

Vöhringen als Glückstreffer

Schnell erwarb er sich einen guten Ruf. Dieser führte ihn 2017 nach München. Zunächst liebäugelte er dort mit der Übernahme einer Konditorei, mit dem Hintergedanken einer Erweiterung um eine Pizzabäckerei. Dem Einfluss eines Landsmannes ist es zu verdanken, dass er als gesuchter Pizzabäcker in einer Pizzeria hier in der Nähe miteinsteigen sollte.

Besagte Pizzeria musste coronabedingt schließen. „Ich mache mein eigenes Geschäft auf“, der Gedanke nahm ganz schnell Gestalt an. Dem Tipp „Vöhringen“ ging er sofort nach, sah das Schild „Zu vermieten“ im Schaufenster der Rosenfelder Straße 10 und landete einen Glückstreffer. Ohne große Werbung eröffnete er am 8. Februar 2020 seinen Pizza Express.

Außer-Haus-Verkauf läuft

Seit dem ersten Tag verzeichnet seine „Pizzeria to go“ einen wachsenden Kundenzulauf. Corona konnte ihm kaum etwas anhaben, die Zahlen brachen nicht ein. Es war eher so, dass der Bevölkerung das Angebot „über die Straße“ sehr willkommen war. Der Kundenstamm profitiert auch von der jüngsten Entwicklung in der Gastronomie. Seit 1. Januar werden Speisen, die vor Ort verzehrt werden, wieder mit 19 Prozent Umsatzsteuer belegt. Im Jahr 2023 betrug der Satz sieben Prozent, um den Restaurants aus der Coronakrise zu helfen.

Beim Außer-Haus-Verkauf, also bei Lieferung oder Abholung bleibt der Steuersatz bei sieben Prozent. Genau das ist das Geschäftsmodell von Don Matteo. Seine Preise seien also steuerbedingt nicht gestiegen, erklärt er. Es gibt keine Einbußen, der Kundenstamm bleibt gleich, er vergrößert sich sogar.

Parigino ist stolz auf seine Handwerkskunst, ein „es hat geschmeckt“ ist höchstes Lob für ihn. Unterstützt wird er von seiner Frau Florentina, Chefin der Salatküche und seine rechte Hand.

Er sei sehr froh, dass er im Ort und bei der Bevölkerung so gut angenommen worden sei. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 11 bis 14 Uhr und von 16 bis 21 Uhr.