Nur noch drei Bauplätze sind im Wohnbaugebiet Sternendachsbühl unbebaut. Ein dritter Bauabschnitt mit zehn Grundstücken soll noch in diesem Jahr erschlossen werden. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: In Sternendachsbühl geht noch was / Ingenieurleistungen für dritten Bauabschnitt vergeben

Im Wohngebiet Sternendachsbühl wird ein dritter Bauabschnitt mit zehn Bauplätzen erschlossen. Den dafür erforderlichen Planungsauftrag vergab der Gemeinderat an das Rottweiler Ingenieur- und Planungsbüro (RIP).

Eschbronn-Mariazell (lh). Nach Auskunft von Bürgermeister Franz Moser in der jüngsten Ratssitzung wurde der zweite Bauabschnitt 2014 erschlossen. Von den insgesamt 28 Bauplätzen seien bis auf drei alle verkauft und inzwischen auch bebaut.

Von den Bewohnern werde nun gefordert, die Erschließungsmaßnahme mit dem Einbau des Feinbelags der Straße und der Herstellung des Gehwegs abzuschließen, damit die Hofflächen endgültig angepasst werden könnten. Zuvor sei noch eine Abstimmung für die Erschließung von Gas und Glas erforderlich, wofür bereits Leerrohre verlegt seien.

Die Kosten für die Fertigstellung der Belagsarbeiten lägen geschätzt bei rund 60 000 Euro und seien im aktuellen Haushaltsplan eingestellt, schilderte der Bürgermeister.

Im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Sternendachsbühl" existiere noch eine Teilfläche, die am Dachsbühlweg liege und von dort aus erschlossenen werden könne. Sechs der zehn möglichen Bauplätze befänden sich im Eigentum der Gemeinde. Es gebe eine Liste mit derzeit zwölf Interessenten, teilweise auch von auswärts.

Da die Nachfrage nach Baugrundstücken unvermindert anhalte, seien im Haushaltsplan Mittel in Höhe von 295 000 Euro für die Erschließung eingestellt. Eine Kostenschätzung habe für Kanalisation, Wasserleitung, Straßenbau (ohne Feinbelag) und Beleuchtung Baukosten von 283 000 Euro ergeben. Darin enthalten seien rund 30 000 Euro für Ingenieurleistungen.

Mit dem dritten Bauabschnitt seien die Baumöglichkeiten in diesem Wohngebiet noch nicht völlig ausgeschöpft. Am Dachsbühlweg könnten weitere 20 bis 25 Baugrundstücke erschlossen werden, stellte Moser in Aussicht.

Rat Christoph Meyer-Sander erkundigte sich, ob es mit den vier privaten Eigentümern Absprachen gebe, damit diese das Vorhaben nicht blockieren würden. Außerdem wollte er wissen, weshalb für die Erschließungsplanung von Wohnbaugebieten immer das gleiche Büro beauftragt werde.

Die Eigentümer, so der Rathauschef, seien über die geplante Erschließung informiert. Da ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliege, erführen diese privaten Grundstücke eine deutliche Wertsteigerung. Den Eigentümern sei es freigestellt, ob sie ihr Grundstück verkauften, bebauten oder brachliegen ließen. Die Gemeinde werde für die Ablösungsvereinbarung (praktisch Erschließungskosten) ein Pauschalangebot mit einem Zahlungsziel unterbreiten. Dadurch entfiele eine spätere genaue Verrechnung, meist zugunsten der Eigentümer, wusste Moser. Der Feinbelag werde auch hier erst aufgebracht, wenn der Bauabschnitt weitgehend bebaut sei.

Der Vorteil bei der Vergabe an das RIP liege darin, dass dieses Büro für die Erschließungsplanung alle wichtigen Daten bereits zur Verfügung habe und dadurch die Planung einfacher werde. "Wir haben da im Preis verhandelt, das ist seit diesem Jahr möglich", wies der Bürgermeister auf ein günstiges Angebot hin.

Einstimmig vergab der Gemeinderat die Planungs- und Ingenieurleistungen für die Erschließung des dritten Bauabschnitts und die Herstellung des Asphaltendbelags des zweiten Bauabschnitts im Wohnbaugebiet Sternendachsbühl an das Büro RIP. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, die Ausschreibung der Straßen-, Tiefbau- und Leitungsverlegungsarbeiten voranzutreiben.

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