Nicola Peranio strebt ins Eschbronner Rathaus.  Foto: Peranio Foto: Schwarzwälder Bote

Bürgermeisterwahl: Nicola Peranio will gegen Amtsinhaber Franz Moser antreten

Von Peter Schönfelder

Eschbronn. Enttäuschung: Dies gibt Nicola Peranio als Motivation an, seine Bewerbung für das Amt des Bürgermeisters von Eschbronn abzugeben (wir berichteten). Enttäuschung über zwei Bürgermeister. Die genauen Gründe für die Bewerbung nennt er "privat".

Peranio ist in Rottweil geboren, in Dunningen aufgewachsen. Er ging dort zur Schule und legte das Abitur an der Erich-Hauser-Schule in Rottweil ab.

Anschließend studierte Peranio am Institut für Technologie in Karlsruhe und spezialisierte sich auf die Festkörperphysik. Inzwischen arbeitet er an der Technischen Hochschule Ulm als Institutsbetriebsleiter.

Während der akademischen Karriere hat der jetzt 47-jährige Peranio die Verbindungen zur alten Heimat nicht abreißen lassen. Seine Eltern wohnen noch in Dunningen und er selbst sei beinahe jedes Wochenende im Landkreis Rottweil, sagt er. Paranio war auch jahrelang in der Vereins-Jugendarbeit in Locherhof engagiert.

In der Jugendarbeitengagiert

Enttäuschung über die beiden damaligen Bürgermeister von Dunningen, Stefan Kröger, und Eschbronn, Franz Moser, hätten ihn dazu gebracht, sich zu bewerben. In seinen Augen hätten die beiden einem Familienmitglied in einer privaten Sache helfen müssen. Die beiden Bürgermeister hätten dies nicht getan.

Alle Möglichkeiten dies zu erreichen, seien inzwischen ausgeschöpft, so Peranio, und "als letztes Mittel bewirbt man sich".

In einer vor dem Gespräch der Redaktion zugesandten Mail verweist Peranio auf einen Artikel im Schwarzwälder Boten aus dem vergangenen Dezember. Bürgermeister Franz Moser habe in dem Artikel auf seine Verdienste um die Gemeinde Eschbronn hingewiesen. Er, Peranio, könne nichts Vergleichbares bieten.

Die Gemeinde Eschbronn erwarte laut Stellenanzeige jedoch nur eines von jedem Bewerber auf die Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters: "Bewerber müssen Gewähr bieten, dass sie jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten".

Er werde sich allein auf diesen Punkt bei seiner Kandidatur beschränken.

Er habe, so sagt er, bei der Nachfrage durch Eschbronns Hauptamtsleiterin Eva-Maria Jauch nach einer öffentlichen Kandidatenvorstellung "gleich abgewinkt".

Er sei eben, so Nicola Peranio, ein "ungewöhnlicher Kandidat".

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