Wehmut und Freude stellen sich ein, als Bürgermeister Peter Schuster Regina Bantle (Mitte) in den Ruhestand verabschiedet und Ute Knöpfle (rechts) zum Dienstjubiläum gratuliert. Foto: Pfannes

Der Start ins Jahr 2024 beginnt mit reichlich Applaus im Bösinger Gemeinderat und im Zuschauerbereich, als Regina Bantle verabschiedet und Ute Knöpfle geehrt wird. Nebenbei wird das Hohelied des Kindergartens gesungen.

Nach Marga Bek und Heidi Mauch erkundet mittlerweile eine weitere Erzieherin einen anderen Lebensabschnitt. Regina Bantle tritt in die Freizeitphase der Altersteilzeit ein und wird coram publico verabschiedet. Besagte Öffentlichkeit sind Kolleginnen und ein Wegbegleiter, die zum Teil mehrere Jahrzehnte zusammen mit Regina Bantle gearbeitet haben.

 

Wie Worte wohl gewählt werden können, damit die Wertschätzung der Person und deren Lebensleistung gebührend wiedergegeben werden, zeigt Bürgermeister Peter Schuster. All das Gesagte lässt sich in dem Satz – „Regina Bantle ist eine offene und hilfsbereite Erzieherin und Leitungskraft; Eltern hatten das Gefühl, immer willkommen zu sein“ – sehr gut zusammenzufassen.

Regina Bantle

Regina Bantle begann ihre Berufslaufbahn 1979 als Vorpraktikantin im Kindergarten in Fluorn und kam nach ihrer Ausbildung und diversen Stationen (Königsfeld, Wittershausen, St. Georgen) am 16. August 1985 nach Bösingen. All dies in einer Zeit der geburtenstarken Jahrgänge; viele Bewerberinnen und wenige Stellen waren damals Alltag für diejenigen, die in den goldenen 60er-Jahren geboren wurden.

Kinder und Kolleginnen

Schnell zeigte sich, dass Regina Bantle ein Gespür für Kinder und Kolleginnen hatte. Immer wieder kreuzte sie mit Marga Bek den Weg an der Spitze des Kindergartens in Bösingen und bildete mit ihr zum Teil eine Doppelspitze. Beruf und Familie wollten und wurden in Einklang gebracht.

Es verwundert mit Blick auf die Jahrzehnte ihres Berufslebens nicht, dass Kindergartenkinder von einst Jahre später ihre Kinder in die Obhut des Bösinger Kindergartens und Regina Bantle gelegt haben.

Herz jeden Morgen aufgegangen

Regina Bantle erwähnt bei ihren Dankesworten neben den Bösinger Kolleginnen gleichfalls mit Heidi Mauch („Ratgeberin“) und Matthias Jetter („kurzer Dienstweg zum Rathaus“) die Herrenzimmerner Fraktion.

Ihr sei jeden Morgen das Herz aufgegangen, als sie zur Arbeit in den Kindergarten gekommen sei. Die Worte „Wundertüte“ für die Kinderschar und „Lehrlingswerkstatt“ für junge Erzieherinnen, die nun selber Verantwortung im Kindergarten tragen, beschreiben zum Großteil ihre Berufsjahre.

Ute Knöpfle

Auf dem besten Wege, es Regina Bantle gleichzutun, befindet sich Ute Knöpfle. Sie feiert ihr 25. Dienstjubiläum. Bürgermeister Schuster zeichnet ihre Stationen nach. Stationen in Rottweil, Herrenzimmern, Bösingen, Heiligenbronn (St. Franziskus), dann wieder von 2008 bis 2022 in Bösingen und seitdem in der Kinderkrippe dokumentieren eine vielfältige und abwechslungsreiche Berufsvita. Vor allem das Arbeiten mit Gebärdensprache in St. Franziskus werden gesondert erwähnt. „Sie haben immer wieder beruflich eine neue Richtung eingeschlagen“, faßt der Schultes mit Hochachtung zusammen.

Peter Schuster

Er geht aber gleichfalls auf die veränderten Bedingungen ein, die die jüngere Vergangenheit und die kommenden Jahre kennzeichnen. Sichtbar ist die Dokumentation, die intensiviert wurde, aber auch der regelmäßige Austausch mit Eltern, der in früheren Jahren in dieser Form nicht bekannt war.

Mit Geschenk, Blumen und Urkunde werden die Damen ausgezeichnet. Bemerkenswert ist gleichfalls, dass Bürgermeister Schuster seine Laudatio nicht an seinem Platz am Kopfende des Ratstisches hält, sondern in den Zuschauerraum kommt. Neben den Worten ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung, das nicht so häufig anzutreffen ist.