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Enzklösterle Leuchttürme der Region

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Saskia Esken (Dritte von links) beim Besuch im Heidelbeer-Haus in Enzklösterle. Foto: Büro Esken Foto: Schwarzwälder Bote

Enzklösterle. Die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken ist auf Sommertour im Wahlkreis mal mit dem E-Bike, mal mit dem E-Auto unterwegs. Eines der Ziele, die die Abgeordnete mit ihrer Tour verfolgt: Einrichtungen, Unternehmen und Projekte kennen zu lernen, deren Kreativität und Wirkung viel zu oft unter dem Radar der Öffentlichkeit bleiben. "Ich will auf meiner Tour Menschen und Projekte kennen lernen, die Leuchttürme für die gesamte Region sind und Nachahmer verdienen", teilt die Bundestagsabgeordnete in einer Pressemeldung mit.

Claudia Ollenhauer und Toni Gubser zum Beispiel. Sie betreiben mit dem Heidelbeer-Haus in Enzklösterle ein Kleinod, das als Café Bewohner wie Gäste zum Verweilen einlädt und ihnen gleichzeitig ein reiches Sortiment an regionalen und internationalen Heidelbeer-Produkten bietet. Doch damit nicht genug. Zudem ist Ollenhauer Mitbegründerin des alternativen Wohnprojekts "Am Lappach wohnen".

Esken war unter anderem in Begleitung der beiden Bad Wildbader Stadträte Bruno Knöller und Ursula Jahn-Zöhrens vom SPD-Ortsverein Oberes Enztal gekommen. Bei Kaffee und Heidelbeerkeksen tauschte sich die Runde zunächst zur Situation von Handel und Tourismus im nördlichen Schwarzwald aus. Natürlich seien auch im Heidelbeer-Haus die Umsatzeinbußen durch den Corona-Lockdown deutlich zu spüren gewesen. "Die finanziellen Soforthilfen von Bund und Land haben uns wirklich weitergeholfen. Die Miete konnte gestundet und die Pacht bei den Ämtern angegeben werden. Jetzt sind wir froh, dass Ausflügler und Touristen langsam wieder zu uns finden. Außerdem haben wir hier in der Region starke Partner und ein gutes Marketing – so läuft der Betrieb wieder an" so Ollenhauer. Esken freut das sehr zu hören. "Die Politik kann Soforthilfen bereitstellen, Rahmenbedingungen verbessern und Nachfrageimpulse setzen. Den Menschen wieder Lust auf kleine und größere Reisen machen, bei allen notwendigen Vorsichtsmaßnahmen – das muss hier vor Ort geleistet werden", merkte Esken an.

Lange Tradition

Heidelbeeren zu sammeln ist eine langjährige Tradition im Schwarzwald. So konnten sich in früheren Zeiten die Familien der meist armen Waldbauern ein notwendiges Zubrot verdienen. Die Zeiten haben sich gebessert, die Heidelbeersammler gibt es immer noch. Gubser kann das mit Zahlen belegen: "Wir haben bereits 200 Kilo Heidelbeeren in diesem Jahr bekommen und die Saison ist noch lange nicht vorbei. Die frisch gesammelten Waldheidelbeeren aus der Umgebung verwerten wir in Kooperation mit regionalen Produzenten." Neben Schokolade und Keksen, Heidelbeerwein und Marmeladen gibt es auch Unerwartetes: So bietet das Haus Senf, Meerrettich und Kerzen rund um die blaue Beere an.

Dass sie aus der "kreativen Ecke" kommt, zeigt Ollenhauer nicht nur im Heidelbeerhaus. So hat sie in den sozialen Medien die Gruppe "Enzsteine" gegründet. Ganz im Trend der Zeit werden Kieselsteine bunt bemalt, an Wanderwegen und anderen Orten abgelegt. Die Finder posten in den Sozialen Medien ihre Funde – und legen diese anderswo wieder ab.

Dass Ollenhauer eine besondere Verbundenheit zur Sozialdemokratie hat, rundete den Besuch der SPD-Parteivorsitzenden in besonderer Weise ab. Ihr Großvater Erich Ollenhauer war nach dem Tod von Kurt Schumacher in den Jahren von 1952 bis 1963 Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und ist damit einer der berühmten Vorgänger von Saskia Esken in diesem Amt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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