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Enzklösterle Eine der längsten Abfahrten

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Jens Kleinert überprüft die Schneekanonen vor ihrem Einsatz. Foto: Schwarzwälder Bote

Zwei Schlepplifte, Pisten in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und "die längste Abfahrt im Nordschwarzwald": Das Skizentrum Enzklösterle bietet für Ski- und Snowboardfahrer alles, was das Herz begehrt. Eigentlich. Denn oft fehlt das, was unbedingt nötig ist, um Winterfreuden bieten zu können: der Schnee.

Das Skizentrum Enzklösterle bietet zwei Lifte und nach Betreiberangaben eine der längsten Abfahrten im Nordschwarzwald.

■Lift eins hat eine Schlepplänge von 900 Metern bis zur Bergstation auf 880 Höhenmetern. Die Länge der mit Schwierigkeit "rot" klassifizierten Abfahrt beträgt 1200 Meter.

 Ideal für Anfänger ist Lift zwei mit einer Schlepplänge von 200 Metern und einer Abfahrtslänge von circa 400 Metern.

 Neben den präpierten Abfahrten sind auf dem "Alten Hang" bei entsprechenden Witterungsfahrten Tiefschneefahrten möglich.

 Betriebszeiten sind, ausreichende Schneeverhältnisse vorausgesetzt, täglich von 13 bis 22 Uhr, in den Ferien und am Wochenende von 9 bis 22 Uhr. Ab 18 Uhr Flutlichtbetrieb.

 Informationen zum Betrieb gibt es über das Schneetelefon 07085/76 21, Facebook, die Internetseite oder den ­E-Mail-Newsletter.

Enzklösterle. "Wir versuchen, den Lift zu erhalten", sagt Jens Kleinert, der gemeinsam mit Betriebsleiter Ernst Bauer und vier weiteren Mitstreitern am Lift arbeitet.

Dass das nebenberuflich und oft am Wochenende ist, versteht sich dabei fast von selbst, wenn man bedenkt, dass die Hirschkopflifte in der vergangenen Saison lediglich an 18 Tagen in Betrieb waren.

Dabei fällt die Arbeit nicht nur in den Wintermonaten und der Skisaison an, die Pflege des Hangs, der Anlage und den technischen Geräten erfordert viel Aufwand. Die Wartung des Pistenbullys und der Rollenbatterien zur Führung des Förderseils, mähen oder abschmieren gehört ebenso dazu wie Reparaturarbeiten oder der Bau einer neuen Hütte am oberen Ende es kleinen Lifts. "Man kann nicht sagen, wie viele Stunden man reinstecken muss", sagt Bauer.

Schneekanonen nötig

Wenn es dann Richtung Winter geht, nimmt der Arbeitsaufwand dann noch einmal zu, etwa durch das "Aufbügeln", also das Anbringen der Gehänge am Schlepplift. Auch die Schneekanonen wurden rechtzeitig "raus geräumt", so Kleinert. Denn "ohne Schneekanonen reicht es nicht mehr", sagt er, auch wenn Ernst Bauer nicht bestätigen könne, dass die Winter immer schneeärmer würden. Auch früher habe es schlechte Winter gegeben. Was ihm aufgefallen sei: "Die Winter haben sich nach vorne verschoben" und seien jahreszeitlich früher. "Aber das ist halt ein Geschäft, bei dem man in den Himmel gucken muss. Wir schaffen in der Natur", so Bauer.

Neuer Kühlturm

Und wenn die Natur die richtigen Bedingungen bietet, "stehen wir in den Startlöchern", um die Piste mit modernsten Mitteln zu präparieren. Zwar ist die Liftanlage selbst bereits aus dem Jahr 1974, trotzdem wird immer wieder investiert. In die Schneekanonen etwa. Oder für diese Saison in einen neuen Kühlturm. Damit soll die Temperatur des Wassers, das aus dem Bach hoch gepumpt wird, gekühlt werden, so dass noch früher beschneit werden kann.

Wenn es dann soweit ist, laufen die beiden schwenkbaren Schneekanonen ab Temperaturen von minus zwei Grad auf Hochtouren. Da die Maschinen nicht stundenlang unbeaufsichtigt betrieben werden können, fährt Kleinert in der Zeit auch nachts öfter vorbei und schaut nach dem Rechten.

Auch die Pistenpflege wird nachts gemacht und zählt zu dem Aufwand, den kaum einer sieht, wenn er dann die präparierten Pisten hinunter fährt.

"Die meisten meinen, da braucht man grad bloß Schnee", erzählt Kleinert, dass der Arbeitsaufwand oft unterschätzt wird.

Einige Zentimeter Schnee als Unterlage werden benötigt. Sobald dann die Vorhersagen kommen, dass es kalt genug bleibt, "fangen wir an zu beschneien. Wir sind spontan und machen auf, sobald es geht", erzählt Kleinert.

Kosten gering halten

Aber lohnt sich dann der Aufwand überhaupt, wenn der Lift nur wenige Tage im Jahr läuft? "Da steckt viel Herzblut drin", so der Betriebsleiter, "aber mit viel Kameradschaft geht sowas", sagt Bauer. Zusätzlich versuche man, durch viel Eigenleistung die Kosten gering zu halten, sagt Kleinert und ergänzt: "Wir versuchen, es zu erhalten." Und Bauer fügt an: "Man hofft immer, dass man einen Jahrhundertwinter bekommt."

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