Die Anlagen im Windpark Hirschgarten/Langenbrander Höhe sind gemessen unter Windlast fast 240 Meter hoch. Foto: Nordex SE/Nordex SE

Das zum Teil winterliche Wetter hat die Bauarbeiten für den Windpark Hirschgarten/Langenbrander Höhe mit vier Anlagen seit Februar etwas verzögert.

Die BayWa r.e. Wind GmbH baut im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe einen Windpark mit vier Anlagen. Drei befinden sich auf der Gemarkung von Neuenbürg, eine auf der Gemarkung von Schömberg. Das Genehmigungsverfahren war sehr aufwendig und langwierig. Ende März 2022 genehmigte das für das Verfahren zuständige Landratsamt Enzkreis dann den Windpark. Im Herbst des vergangenen Jahres ließ BayWa r.e. die entsprechenden Stellen im Wald roden.

 

Aufgrund des zum Teil winterlichen Wetters ist seit Februar nicht ganz so viel passiert, wie zunächst gedacht. „Die Fundamentarbeiten haben sich etwas verzögert“, teilte Tanja Schneider-Diehl auf Nachfrage unserer Redaktion jetzt mit. Sie ist bei BayWa r.e. für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Boden wird ausgetauscht

„Sichtbar weggeschoben ist bisher der Oberboden an den Stellen, an denen die Fundamente entstehen werden“, war von Schneider-Diehl weiter zu erfahren. „So bald wie möglich werden die vorbereitenden Arbeiten wie zum Beispiel die Zuwegung, Aushubarbeiten und der Bodenaustausch unter den Fundamenten beginnen“, fügte sie hinzu. „Die eigentlichen Betonarbeiten für die Fundamente der Windenergieanlagen sind ab Anfang Mai terminiert“, teilte Schneider-Diehl zum weiteren Zeitplan mit. Zum weiteren Zeitplan hieß es dazu im Februar, dass im Oktober die Großkomponenten für die vier Anlagen angeliefert und aufgestellt werden sollen. Zum Ende des Jahres soll der Windpark fertig sein. Auf eine fünfte besonders ertragreiche Anlage verzichtete BayWa r.e. wegen Bedenken aus dem Schömberger Gemeinderat.

Der Oberboden wurde bereits zur Seite geschoben, um die Windkraftanlagen bauen zu können. Foto: BayWa r.e.

Die Anlagen sind gemessen unter Windlast fast 240 Meter hoch. Die Nabenhöhe beträgt 164 Meter. Die Rotoren haben einen Durchmesser von rund 149 Metern.

Ausbau geplant

Die vier Anlagen produzieren jährlich 46 500 Megawattstunden. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 12 600 durchschnittlichen Haushalten in Deutschland. BayWa r.e. will ab Inbetriebnahme des Windparks allen Privathaushalten im Umkreis von 2500 Metern um den Windpark herum einen Tarif für vergünstigten Ökostrom anbieten. Dieser Tarif werde garantiert zehn Prozent unter dem Tarif des örtlichen Grundversorgers liegen, war von Schneider-Diehl im Februar zu erfahren. Nach dem Bau dieser vier Anlagen sollen auf der Langenbrander Höhe drei weitere entstehen.