Elektrofahrzeuge holen bei den Zulassungszahlen im Landkreis Freudenstadt auf, fahren aber in der Gesamtstatistik noch weit hinterher. (Archiv-Foto) Foto: Rath

Reine Stromer machen 0,35 Prozent des Fahrzeugbestands aus. Zulassungszahlen steigen.

Zeigt die Kaufprämie für E-Autos und Hybride Wirkung? Aktuell machen die E-Fahrzeuge nur einen geringen Anteil aller Fahrzeuge im Kreis Freudenstadt aus, auch wenn sich die Zahlen bei den reinen E-Autos mehr als verdoppelt haben.

Kreis Freudenstadt - Auch Hybrid-Fahrzeuge erlebten einen Aufschwung bei den Zulassungszahlen. Die Zahl der reinen E-Fahrzeuge stieg seit Ende 2019 um 127,22 Prozent. Betrug sie am 31. Dezember 2019 noch 180, waren es ein Jahr später 409 Fahrzeuge. Das sind 0,35 Prozent des Gesamtbestands von 115.550 Fahrzeugen (Stand Ende 2020). Ende Juni 2019 waren noch 113.244 Fahrzeuge zugelassen. Damit dürften die reinen E-Fahrzeuge etwa um die zehn Prozent bei den Neuzulassungen ausmachen.

Nicht alle Halter nutzen das E-Kennzeichen mit seinen Vorteilen

Bei den Hybriden beträgt der Zuwachs 89,6 Prozent. Hier stiegen die Zahlen von 769 am 31. Dezember 2019 auf 1458 am Ende von 2020. Damit machen sie 1,26 Prozent des Fahrzeugbestands im Kreis aus. Demnach dürfte etwa jedes vierte neue Auto, das im vergangenen Jahr neu zugelassen wurde, ein Hybrid sein. Seit Ende September 2015 können Halter von Elektro-Autos, Brennstoffzellenautos wie das Wasserstoffauto und auch Hybrid-Autos ein E-Kennzeichen nutzen.

Der zusätzliche Buchstabe am Ende des Nummernschilds bringt je nach Region und Ortschaft einige Vorteile für die Fahrer mit sich. Dazu zählen etwa kostenfreies Parken, das Aufheben von Durchfahrtsverboten oder das Befahren von Busspuren. Die Zahl der E-Kennzeichen stieg im Kreis von 245 Ende 2019 auf 657 Ende 2020, was eine Steigerung von 168,16 Prozent bedeutet.

Allerdings weist das Landratsamt Freudenstadt darauf hin, dass keine Verpflichtung besteht, ein E-Kennzeichen zu nehmen. Eine entsprechende Zuteilung erfolge nur auf Wunsch des Fahrzeughalters. Somit gebe es auch Fahrzeughalter, die ein E-Kennzeichen haben könnten, aber darauf verzichten.

Zuwachs bei den Alt-Kennzeichen

Auch bei den Alt-Kennzeichen HOR, WOL und HCH gibt es einen Zuwachs im Kreis Freudenstadt. So stieg die Zahl der HOR-Kennzeichen um rund 19,44 Prozent. Nutzten Ende Juni 2019 noch 10 523 Halter dieses Kennzeichen, waren es Ende 2020 schon 12.569.

Die WOL-Kennzeichen stiegen von 33 am 30. Juni 2019 auf 57 am Ende des Jahres 2020. Mitte 2019 nutzten noch 37 Halter das HCH-Kennzeichen, Ende 2020 waren schon 58.

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