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Eishockey Wiedersehen mit einem alten Kumpel

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Mark Fraser lehnt sich an die Mauer vor der Schwenninger Helios-Arena. Der 32-jährige Verteidiger möchte beim "Neustart" der Wild Wings eine wichtige Rolle spielen. Foto: Wiedemann

Ganz ehrlich – so schnell wie sein Vater war Mark Fraser nie. "Dieser war damals auch der beste Sprinter Kanadas", sagt der neue Verteidiger der Wild Wings. Dafür verfügt der 32-Jährige, der fast ebenfalls Leichtathletik geworden wäre, über große NHL-Erfahrung.

Mehrfacher kanadischer Meister, Olympia-Teilnehmer, eine Bestzeit von 10,37 Sekunden über 100 Meter: Hugh Fraser war ein echtes Sprintass. Klar, dass sich Mark auch lange dem "Track & Field" verschrieb. 23 Sekunden über 200 Meter, gut 48 Sekunden über die Stadionrunde – als Jugendlicher machte der Linksschütze auf den Tartanbahnen eine sehr gute Figur. "Ich war allgemein sehr sportlich, habe teilweise in der Highschool sieben Sportarten parallel betrieben", blickt der Defensivspezialist zurück.

Eine davon – natürlich Eishockey. "Ich habe im Alter von fünf Jahren begonnen, mich dann wenig später einem Verein angeschlossen", musste sich Mark Fraser dann mit 16, 17 Jahren entscheiden, wie seine sportliche Zukunft aussieht. "Eishockey war dann schon die Nummer 1", sagt der 100-Kilogramm-Mann und lacht.

Es war die richtige Entscheidung. Über kanadische Nachwuchsligen, die Ontario Hockey League (OHL) und die American Hockey League (AHL) fand sich Fraser schon im Alter von 21 Jahren plötzlich in der besten Eishockey-Liga der Welt wieder. "Das war ein unglaubliches Gefühl. Ich war damals extrem überrascht, dass mich die New Jersey Devils aufstellten. Und das war ausgerechnet in Ottawa, meiner Heimatstadt. Da waren so 40 Familienmitglieder und Freunde in der Eishalle", sollten nach dem Debüt noch weitere 223 Spiele in der National Hockey League (NHL) folgen.

Es gab einen weiteren Moment, den der Neuzugang nie vergessen wird. Fraser erzielte am 24. Oktober 2009 sein erstes NHL-Tor. "Und dies gegen Marc-André Fleury von den Pittsburgh Penguins", hat der Kanadier überhaupt gute Erfahrungen mit dem Starttorwart. "Ich habe in meiner Karriere insgesamt drei Schüsse auf Fleury abgegeben, zwei davon waren im Netz", sagt der Fraser, der später auch noch für die NHL-Teams aus Toronto und Edmonton verteidigte, mit einem Schmunzeln im Gesicht. "Doch für mich waren die Devils immer ein ganz besonderer Klub", bestritt der 32-Jährige für New Jersey in der Runde 2014/15 seine letzten NHL-Partien. Es folgten zwei Jahre als Assistenzkapitän in der AHL für Binghamton.

"Danach wollte ich mich verändern, etwas Neues kennenlernen. In Sachen Sport und Kultur", wagte Fraser zur Saison 2017/18 den Sprung nach Finnland. Bei TPS (Turun Palloseura), dem Traditionsverein aus Turko, sammelte er also nicht nur neue sportliche Erfahrungen, sondern bekam auch einen ersten Eindruck des "Alten Kontinents". "Ich erinnere mich auch noch gerne an einen Trip mit TPS in die Düsseldorfer Altstadtkneipen", sollte dies aber bisher der einzige Besuch von Fraser in Deutschland bleiben. Dann lockte die Slowakei, doch dort wurde Fraser bei HKM Zvolen nicht wirklich glücklich.

Als wenig später das Angebot der Wild Wings auf dem Tisch lag, muss Mark Fraser nicht lange überlegen. "Coach Paul Thompson und Manager Jürgen Rumrich haben mir erklärt, dass sie hier etwas Neues aufbauen wollen. Und dies hat mich sehr gereizt", will der 1,93 Meter lange Fraser seine ganze Erfahrung einbringen, damit die Schwenninger wieder eine bessere Rolle in der Deutschen Eishockey Liga spielen. "Die DEL hat mich sehr gereizt", verweist der Kanadier aber noch auf einen weiteren Grund, warum er sich für den Bauchenberg entschieden hat. "Mit Mike Blunden ist auch mein bester Kumpel nach Schwenningen gewechselt", freut sich der Verteidiger, dass er nach vielen Jahren einmal wieder zusammen mit dem Stürmer ein Team bildet. Blunden und Fraser hatten zusammen beim Nachwuchs der Gloucester Rangers ihre Eishockey-Ausbildung genossen.

Nun also wollen die beiden Freunde alles dafür tun, damit sich die Ziele der Wild Wings erfüllen. Mark Fraser ("Ich lebe natürlich von meiner Physis und meiner Erfahrung, mag auch das Unterzahlspiel") will dabei auch seine Führungsqualitäten einbringen. "Ich hatte zuletzt in meinen Mannschaften viel Verantwortung. So wird es auch in Schwenningen sein. Bei Führungsspielern geht es aber nicht um die Lautstärke, sondern um Leistung und Professionalität. Und dies bei jedem Training und in jedem Spiel", betont Mark Fraser. Klar, dass sich der 32-Jährige diese Einstellung von seinem Vater Hugh abgeschaut hat.

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