Aufgelaufen Quelle: Unbekannt

Sechs Tage nach dem Frachterunglück am Great Barrier Reef vor Australien hat sich der chinesische Schiffseigner erstmals öffentlich geäußert

Sydney - Sechs Tage nach dem Frachterunglück am Great Barrier Reef vor Australien hat sich der chinesische Schiffseigner erstmals öffentlich geäußert. Er entschuldigte sich am Freitag für den Unfall und beteuerte, alles zu tun, um Umweltschäden zu verhindern.

An Bord begann unterdessen die schwierige Aktion, das verbliebene Öl auf einen anderen Frachter umzupumpen. Rund 4 der 950 Tonnen Öl sind bereits ausgelaufen.

Der Kohlefrachter "Shen Neng 1" gehört der Firma Shenzhen Energy Transport, einer Tochter der chinesischen COSCO, der zweitgrößten Schifffahrtsfirma der Welt. Die Firma widersprach am Freitag zunächst den australischen Behörden, die kritisiert hatten, dass das Unglück erst nach eineinhalb Stunden gemeldet worden war. Das Unternehmen zog seine Mitteilung über den zeitlichen Ablauf der Vorgänge allerdings später zurück.

Der Frachter war am vergangenen Samstag bei voller Fahrt fernab der Schifffahrtsstraße auf das größte Korallenriff der Welt aufgelaufen. Er sei auf einem genehmigten Kurs vom Hafen Gladstone hinaus aufs Meer unterwegs gewesen, teilte die Firma mit. Das Schiff habe aber eine nötige Kurskorrektur nach Osten versäumt und sei deshalb auf das Riff gelaufen. Die Hintergründe würden noch untersucht.

(dpa)

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