Bürgermeister Christian Wörpel ehrte verdiente Bürger und bezeichnete sie als das Fundament von Schönwald. Ob bei der Feuerwehr oder in Vereinen, das ehrenamtliche Engagement der geehrten Einwohner ist vielseitig.
Stets war es die letzte Sitzung des Jahres, in der Schönwalds Bürgermeister und der Gemeinderat in der Kurgemeinde verdiente Mitbürger ehrten, dazu geht es dann in die Uhrmacher-Ketterer-Halle.
Nach zwei Jahren, in denen dies nicht möglich war, ging die Auszeichnung wieder in gewohnter Manier über die Bühne. Natürlich gab es erneut einige Vereine, deren Mitglieder sich besonders hervorgetan haben. „Es ist vor allem der Einsatz von Ehrenamtlichen, der ein Fundament für unser Dorf bildet und es so lebenswert macht“, betonte Bürgermeister Christian Wörpel.
Diese Ehrenamtlichen seien das eigentliche Fundament des Dorfes, der Kitt, der Schönwald zusammenhalte. Der Wappenteller werde nur dann vergeben, wenn der Geehrte auch anwesend sei, betonte der Bürgermeister. Erstmals allein zeichnete Wörpel dann verdiente Bürger im Ehrenamt aus.
Musiker der Kurkapelle bringen sich ein
Den Wappenteller der Stufe III konnte Hauptfeuerwehrmann Harald Schwörer entgegennehmen, der seit 25 Jahren stets zur Stelle sei, wenn „es brennt“. Zudem habe er im Jubiläumsjahr der Wehr viel zu tun gehabt als „Mann der Finanzen“. Auch Kommandant Andreas Faller erhielt für seine 25-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr den Wappenteller.
Von der Kurkapelle wurde Stefan Kupferer damit bedacht, der am Schlagzeug seit vielen Jahren den richtigen „Drive“ besorgt. Den Wappenteller der Stufe II konnte Wörpel ebenfalls mehrfach vergeben, gleich drei Mal waren es Mitglieder der Kurkapelle: Andreas Pfaff, Posaunist und Trompeter, zugleich Ausbilder für diese Instrumente, oft auch verantwortlich für Konzertaufzeichnungen und den guten Ton, wurde ebenso geehrt wie Andreas Kern. Auch der Mann am Tenorhorn übt „nebenbei“ weitere Tätigkeiten aus, so sind beim Aufbau des Sommerfests seine handwerklichen Fähigkeiten stets gefragt. Heike Renner ist auch neben ihrem Trompetenspiel vielfach im Einsatz, so sorgt sie beim Sommerfest für eine immer gut abgestimmte Kuchentheke.
Zu guter Letzt konnte der Bürgermeister auch einen wichtigen Mann in der Gemeinde auszeichnen, allerdings für sein ehrenamtliches Engagement in der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die er 27 Jahre lang als Vorsitzender leitete: Enrico Faustmann.
Gemeinde ist auf Vorschläge angewiesen
Was einige der wohl wetterbedingt wenigen Anwesenden erstaunte, war die Tatsache, dass es beispielsweise selten Ehrungen des Fußballclubs, des Schützen- oder des Skivereins gibt – sie gehörten schließlich zu den großen Vereinen Schönwalds und hätten entsprechend viele Mitglieder. Das sei Sache beziehungsweise liege in der Zuständigkeit der jeweiligen Vorstandsteams, diese Menschen zur Ehrung bei der Gemeindeverwaltung vorzuschlagen – wenn das nicht geschehe, könne man nichts machen, stellte der Bürgermeister fest.