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Dunningen Räte lassen sich beide Optionen offen

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Das Alte Schulhaus soll nicht die einzige Variante zur Unterbringung des Kindergartens sein. Der Ortschaftsrat hat einen Neubau nicht ausgeschlossen. Foto: Schönfelder Foto: Schwarzwälder Bote

Der Ortschaftsrat möchte sich (noch) nicht festlegen. Ob Neubau eines Kindergartens in Lackendorf oder der Umzug in das Alte Schulhaus – das Gremium möchte sich beide Optionen offenhalten. Denn beide Lösungen bergen einen gewissen Charme.

Dunningen-Lackendorf. Ortsvorsteher Hermann Hirt hat nach wie vor eine klare Priorität und wollte die Räte in der Sitzung des Ortschaftsrats am Donnerstagabend gern auf ein positives Votum für das Alte Schulhaus festlegen. Da fühlte er sich mit den Ortschaftsräten einig. Aber daraus wurde nichts – am Ende zog er die Notbremse, die Entscheidung wurde vertagt.

Der Kindergarten, oder besser gesagt sein zukünftiger Standort, treibt die Lackendorfer schon lange um. Eine Projektgruppe hatte die verschiedenen Möglichkeiten geprüft, und das Ergebnis überraschte (wir berichteten mehrfach).

Ob nun die Ertüchtigung des Alten Rathauses, in dem der Kindergarten untergebracht ist, der Umzug in das Alte Schulhaus oder der komplette Neubau im Wohngebiet, finanziell lieferten sich die drei Varianten ein Kopf-an-Kopf Rennen. Eine Lösung, die die anderen hinsichtlich der Kosten eindeutig abhängt, gibt es nicht.

Einig ist man sich bisher nur, eine Lösung im Alten Rathaus nicht weiter zu verfolgen. Das Gebäude stammt aus den 1840er-Jahren. Die übrig gebliebenen Varianten Schulhaus und Neubau haben beide Vor- und Nachteile. In der Diskussion wurde durchaus deutlich, dass sie den Räten sehr bewusst sind.

Überraschungen befürchtet

Volker Haag warnte, dass, bis es zur Umsetzung erst in einigen Jahren kommt, die Preise der Baufirmen ganz andere seien. "Ist das dann noch aktuell?", fragte er sich laut. Aber eine Sanierung, wie beim Alten Schulhaus angedacht, könne unangenehme Überraschungen bergen, merkte Haag an. Es sei nicht das erste Mal, dass eine solche Maßnahme finanziell aus dem Ruder laufe.

Christian Stemplinger schwante, dass ein Umbau des Schulhauses Belastungen mit sich bringen könnte. Müsse der Denkmalschutz berücksichtigt werden, oder bestünden Risiken in der Bausubstanz? Das wollte er abgeklärt wissen. Zudem sollte man die späteren Betriebskosten in die Überlegungen mit einbeziehen, forderte er. Schließlich seien die in einem älteren Gebäude mutmaßlich höher als bei einem Neubau. Auch könne er sich vorstellen, dass sich die Förderungsmöglichkeiten einer Sanierung und eines Neubaus unterscheiden.

Hirt stellte für das Schulhaus klar: "Da ist nichts mit Chemie." Und die energetische Ertüchtigung sei "im Preis mit drin". Für das Schulhaus spricht in Hirts Augen auch die größere Außenspielfläche, beim Neubau gebe es nur "das Nötigste".

Kurt Kloker stellte sich nicht zum ersten Mal die Frage, was mit dem Schulhaus geschieht, wenn der Kindergarten neu gebaut würde. Dort ist nämlich die Heizanlage der Nahwärmeversorgung untergebracht.

Auch der geplante Standort im Wohngebiet birgt Vor- und Nachteile. Die Kinder kommen größtenteils von dort. Dies spricht für diese Lösung. Ob die Straße ausgebaut werden müsse für den Pendelverkehr der Mütter fragte sich ein in der Sitzung anwesender Bürger. Hermann Hirt räumte ein, dass, wenn ein Neubau errichtet werde, man sich auch mit der Infrastruktur wie Wasserversorgung und Kanalisation beschäftigen müsse.

Volker Haag drang darauf, dass Lackendorf eine innerörtliche Lösung als Standort brauche. Dies sei das Wohngebiet, das in Richtung Lindenstraße erweitert werden soll, in einigen Jahren auch, machte Bürgermeister Peter Schumacher deutlich.

Überhaupt zeigte Schumacher wenig Verständnis dafür, dass die Diskussion um eine Priorität der Lösungen gerade jetzt im Ortschaftsrat geführt werde. Der Bürgermeister machte klar: "Vor 2023 sehe ich da keine Möglichkeit." Sich jetzt festzulegen, hält Schumacher für falsch: "Der Gemeinderat will zu gegebener Zeit auch einen Neubau durchgerechnet haben."

Nichts aus der Hand geben

Schließlich zeichnete sich ab, dass die Ortschaftsräte keine der beiden Möglichkeiten aus der Hand geben wollen, indem sie sich auf eine einzige Variante festlegen.

Hermann Hirt zeigte sich einsichtig und schlug vor, die Entscheidung zurückzustellen. So geschah es – und irgendwie wirkten alle erleichtert.

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