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Dr. House ich komme - Praktikum im Krankenhaus

Von
Quelle: Unbekannt

Abi in der Tasche und jetzt? Vor lauter lernen und feiern hab' ich doch glatt vergessen was ich danach machen soll. Zur persönlichen Berufsorientierung hab' ich mich erstmal für ein Praktikum entschieden. Unbezahlte Arbeit in der Uniklinik Tübingen, Abteilung Gynäkologie.


Praktikanten im Krankenhaus haben es nicht leicht. Foto: dpa

Inspiriert von vier Staffeln der US-Serie Dr. House sah ich mich schon im weißen Kittel durch lange Krankenhausgänge schreiten. Aber mal ganz ehrlich, die Realität sieht anders aus – das musste ich schnell erfahren.

Arbeiten im Krankenhaus bedeutet Stress

Im Gegensatz zu Dr. House sitzen die Ärzte nicht in schicken Anzügen in schicken Büros und schreiben die kuriosesten Diagnosen an Flipcharts. Arbeiten im Krankenhaus bedeutet Stress, wenig Kontakt zu den Patienten und schwere körperliche Arbeit. Den Gang ins Fitnessstudio konnte ich mir jedenfalls während der drei Monate Praktikum sparen.

Nachdem meine Seifenblase von meinem künftigen Dasein als "Gott in Weiß" geplatzt war, widmete ich mich völlig den Aufgaben, die ich als Praktikantin hatte. Und dazu gehörte ausnahmsweise nicht Kaffeekochen.

Ich war eigentlich eine Vollzeit-Arbeitskraft und musste so ziemlich alles machen:

Blumenvasen besorgen, Blutdruck messen, CTG-Geräte (Kardiotokographie) anlegen, Essen austeilen und wieder einsammeln, Bettenrücken und Bettenbeziehen, die Patientinnen waschen, Pipipfannen leeren (ja, die heißen so und ja, die sehen auch so aus), mir Beschwerden und Probleme anhören, mich mit werdenden Vätern rumschlagen, stöhnende Frauen in den Kreissaal schieben und sie dann, weil das Baby doch nicht kommen wollte, wieder abholen.

Hautnah in einen Beruf reinschnuppern

Highlight waren natürlich die Neugeborenen, die manchmal auf unserer Station waren. Zuckersüß und immer ein Grund, mal eine Pause zu machen.

So ein Praktikum ist eine tolle Sache. Man lernt Neues dazu, macht Erfahrungen, die man sonst vielleicht nicht gemacht hätte und kann hautnah in einen Beruf reinschnuppern.

Aber vor allem weiß man nach einem Praktikum meistens wie man in Zukunft seine Brötchen verdienen will oder wie nicht. Und das ist ja auch schon viel wert. 

Siehe auch: Mama sagt: "Zieh immer eine schöne Unterhose an!"

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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