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Dornhan Zu kleine Flächen für die Windkraft

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Dornhan. Einem Paukenschlag gleich kam im März die Nachricht, dass die EnBW das Windkraft-Projekt am Standort "Kaltes Feld" in Dornhan nicht weiterverfolgt. Geplant war eine Anlage, die rund acht Millionen Kilowattstunden erzeugt und damit etwa 2500 Haushalte versorgt hätte. Wegen fehlender Planungssicherheit aufgrund der artenschutzrechtlichen Situation vor Ort wurde jedoch die Reißleine gezogen.

Das Thema Windenergieanlage hatte den Dornhaner Gemeinderat lange beschäftigt. Immer wieder war es dabei zu Spannungen und hitzigen Diskussionen zwischen Verwaltung, Gemeinderat und den Windkraftgegnern der Initiative "Weckruf" gekommen.

Nach dem Rückzug der EnBW hatte Bürgermeister Markus Huber sein Bedauern dazu geäußert. Der Gemeinderat habe hinter dem Projekt gestanden, um die Energiewende zu unterstützen.

Im Februar, bevor der Rückzug der EnBW bekannt wurde, hatte der Gemeinderat beschlossen, das Verfahren für den Teilflächennutzungsplan weiterlaufen zu lassen, um zu prüfen, ob noch Gebiete für eine Windenergieanlage in Frage kämen. Neben dem Vorkommen des Rotmilans sind auch die Windhöffigkeit und die Abstände zur Wohnbebauung entscheidende Kriterien.

In der Gemeinderatssitzung am Montag gab Bürgermeister Huber nun einen Zwischenstand. Derzeit finde eine Milan-Erkundung statt. Entsprechende Daten hatten für die Bereiche Weiden Richtung Sulz und Marschalkenzimmern noch gefehlt. Ergebnisse erhoffe er sich in einigen Monaten. Eine erste "Tendenzkarte" zeigte er den Stadträten schon jetzt.

Der Bund habe nun einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung beschlossen. Die Länder könnten diesen jedoch ein Stück weit öffnen. Inwieweit das in Baden-Württemberg angestrebt werde, dazu gebe es jedoch noch keine verlässlichen Aussagen, erklärte Huber.

Die Abstände und die Milan-Dichtezentren einbezogen, blieben nur im östlichen Stadtgebiet von Leinstetten bis Weiden einige Kleinflächen übrig, zeigte der Bürgermeister auf. Im Westen könne aufgrund der Milan-Dichtezentren keine Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen ausgewiesen werden.

Wenn es bei einem Abstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung bliebe, so wären die übrigen Flächen im östlichen Stadtgebiet so klein, dass sich dort kein vernünftiges Projekt umsetzen ließe, meinte der Bürgermeister, der genau diese Befürchtungen schon im Februar geäußert hatte. Er hatte sich damals bezüglich der Weiterführung des Teilflächennutzungsplans enthalten. Die Begründung: "Ich mache ungern Pläne, bei denen nichts herauskommt".

Die Ergebnisse wolle man schließlich vom Landratsamt und dem Regierungspräsidium fachlich beurteilen lassen, damit man mit dem Teilflächennutzungsplan auf der sicheren Seite sei, erklärte Huber. Zudem müsse man noch den Drehfunkfeuer-Aspekt einarbeiten. So darf eine Windenergieanlage nicht den Navigationsanlagen für den Luftverkehr in die Quere kommen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen im Herbst vorgestellt werden.

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