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Donaueschingen Umwelt und den Geldbeutel schonen

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Norman Limberger (links) und Thomas Bacher führen die Schwarzwald-Baar-Niederlassung der Energieagentur des Landkreises Tuttlingen. Zu ihren Aufgaben gehört die Betreuung von 120 Schulen. Foto: Wursthorn Foto: Schwarzwälder Bote

Auf effiziente Weise Energie einsparen: Das ist in Zeiten des globalen Klimawandels ein Ansatz und wird auch im Lokalen immer bedeutsamer.

Donaueschingen (wur). In der Außenstelle des Landratsamtes hat dieses Thema eine Heimat. Hier residiert die Kreis-Niederlassung der Energie-Agentur Landkreis Tuttlingen. Von ihrem Büro im zweiten Obergeschoss aus betreuen Tobias Bacher und Norman Limberger Hausbesitzer, Handwerker, Hausmeister und Schüler gleichermaßen.

Niederlassungsleiter Tobias Bacher lebt in Rietheim-Weilheim, Norman Limberger stammt aus Grüningen. Im Werdegang ähneln sich die die beiden 40-Jährigen verblüffend. Beide haben Zimmerer gelernt und im Beruf gearbeitet, beide haben ein betriebswirtschaftliches Studium aufgesattelt. Zu unterschiedlichen Zeiten haben beide dann die Zusatzausbildung zum Gebäudeenergieberater absolviert. Die Energieagentur Tuttlingen weist mit ihren Niederlassungen in Donaueschingen und Rottweil sieben Mitarbeiter auf sechs Vollzeitstellen aus. "Im Grunde sind wir alle Allrounder. Man muss alles können, ob bei Neu- oder Altbauten", erläuterte Norman Limberger.

Finanzierung

Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung des Klima- und Umweltschutzes durch Beratung und Serviceleistung. Die Energieagentur im Schwarzwald-Baar-Kreis wird durch einen Vielzahl von Trägern finanziert. Zahler sind der Landkreis, alle Energieunternehmen, die im Kreis ein Netzgebiet haben, Nabu, BUND, Kreishandwerkerschaft und die Städte Villingen-Schwenningen und Donaueschingen.

"Zu uns kann man immer kommen", werben die Energieberater für einen unverbindlichen Besuch in der Humboldtstraße. Fixe Zeiten haben sie überdies an jedem dritten Donnerstag im Landratsamt Villingen und an jedem zweiten Montag im Monat in Donaueschingen. Dazu kommen Sprechzeiten in mehrmonatigem Abstand in den Rathäusern in St. Georgen, Furtwangen und Vöhrenbach. Zur Taktung der Beratungstage ist eine Anmeldung 07 71/8 96 59 64 erforderlich.

Beratung

40 Prozent Schulen, 40 Prozent Beratungen, 20 Prozent Energie-Check: So schlüsseln Bacher und Limberger auf. Die kostenlosen, weil vom Bund geförderten Beratungen bewegen sich meist in den Bereichen Anlagetechnik (Heizung) und Gebäudehülle. Dazu kommen Konjunkturen, die der Gesetzgeber verursacht. Beispiel: Erneuerbares Wärmegesetz. Unsere "Ratsuchenden", wie Limberger seine Klientel nennt, "sind dann froh, wenn sie erfahren, dass sie die 15 Prozent Einbindung erneuerbarer Energien bei der neuen Heizung durch Ersatzmaßnahmen wie Dämmung ausgleichen können."

Energiecheck

Gut angenommen werden die Energiechecks, die 2015 gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg eingeführt wurden. Gespräche beim Rundgang durchs Wohneigentum kreisen schnell um die Verbrauchwerte antiquierter Technik. Elektrogeräte oder Glühbirnen. Bei letzteren kommt ein potenzieller Spareffekt sofort zum tragen. "Geringinvestiv" nennt Limberger Maßnahmen die mit kleinem Geld etwas bewirken und freut sich mit. "Wir denken in CO2, die Bürger in Geld." Grenzen gibt es bei der Erledigung des Antragswesens oder der Vermittlung von Ingenieursleistungen: Da sagen Bacher und Limberger Nein. Sie händigen den Ratsuchenden eine Liste von Netzwerkberatern aus. Das sind Architekten, Ingenieure oder Energieberater, die durch regelmäßige Schulungen eng an die Agentur gebunden sind. Und beim Ersatzteil. "Da nennen wir halt die Brennwertheizung ohne den Hersteller", so Bacher.

Schulen

Für 120 Klassen, welche die Agentur betreut gibt es drei Projekte für Grundschule, Sekundarstufe und Oberstufe. Geht es für die Kleineren um Effekte und Experimente, werden die Oberstufenschüler am Ende der Einheit in ein Planspiel eingebunden. 50 Jahre muss ein Gebäude mit einem begrenzten Budget CO2-sparend bewirtschaftet werden. Im nächsten Schuljahr wird die Schulbetreuung auf 180 Schulen erweitert.

"Ich denke, 95 Prozent setzen einen Vorschlag um", schätzt Bacher. Konkretere Zahlen hat die Verbraucherzentrale in Berlin. Wer eine Beratung genutzt hat, investiert rund 2000 Euro mehr als Haushalte ohne Beratung, heißt es in einer Studie. Der Energie-Einspareffekt durch rund 100 000 Beratungen im Jahr entspricht dem Energieverbrauch einer Stadt von 100 000 Einwohnern – oder einem 50 Kilometer langen Güterzug mit Steinkohle.

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Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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