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Donaueschingen Punktlandung fürs Kreistierheim

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Oben wehen die bunten Schmuckbänder des Richtfest-Bäumchens im Wind, unten freuen sich vor dem Rohbau des neuen Kreistierheims (von links) Landrat Sven Hinterseh, Andreas Kuchelmeister (Vorsitzender des Trägervereins), Nadine Vögel (Tierheimleiterin), Niklas Winterhalder (Zimmermannsgeselle), Gerd Knoche (stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins) und Erik Pauly (Oberbürgermeister Donaueschingens). Foto: Hämmerling

Donaueschingen - Der Rohbau des neuen Kreistierheims in Donaueschingen steht: Am Donnerstag wurde jetzt plangemäß Richtfest gefeiert mit 55 geladenen Gästen.

Sollte das rasante Tempo der Baumaßnahme so weitergehen, stehen Anfang August der Umzug in das neue Heim und voraussichtlich am 15. September die Eröffnungsfeier samt Bürgerfest an.

Die Witterung mit einem Kälteeinbruch zu Jahresbeginn ließ zunächst früh Zweifel am Einhalten des Zeitplans aufkommen. Doch das Bauunternehmen Decker brachte durch verstärktes Engagement die Planung wieder ins Lot. "Ein Meilenstein ist mit diesem Richtfest gelegt. Es ist ein großer Tag mit dieser traditionellen Handlung zum Abschluss dieser Phase", so Landrat Sven Hinterseh.

Donaueschingens Bürgermeister Erik Pauly bemerkte: "Was zunächst unmöglich erschien, ist durch mühevollen Einsatz aller Akteure gelungen."

Doch höhere Gewalt hat sich an anderer Stelle auch als Glücksfall für die relativ rasche Entstehung des neuen Kreistierheims erwiesen. Denn im alten Kreistierheim in Donaueschingen ist die Unterbringung der Fundtiere und herrenlosen Tiere aus dem Zuständigkeitsbereich der Gemeinden und des Kreises vor allem baulich problematisch geworden. "Ich habe noch einmal nachgeschaut, erstmals am 25. Juli 2015, dem Tag der offenen Tür beim Tierheim, haben Sie mich darauf aufmerksam gemacht, dass mit dem alten Gebäude doch einiges im Argen liegt", erinnerte sich Pauly in Richtung des Vorsitzenden des Trägervereins, Andreas Kuchelmeister.

Gerechnet habe man mit einem langwierigen Verfahren, um die Zustände zu verbessern. Doch da kam der Ausbau der Bundesstraße B 27 ins Spiel, die die Donau knapp hinter dem Zusammenfluss von Brigach und Breg quert – in einem Bereich, wo sich auch das alte Kreistierheim befindet.

Kosten 2,5 Millionen Euro

Im Zuge des Straßenausbaus soll der Bereich Donauzusammenfluss als Standort von europäischer Bedeutung nun großzügig renaturiert und somit in vielerlei Hinsicht attraktiver werden. Dazu soll der Zusammenfluss "300 Meter stadteinwärts verlegt werden", erläuterte Pauly.

Hierfür stand aber das alte Kreistierheim im Weg. Welch Glücksfall, dass der alte Bau sowieso marode war, dachte sich wohl so mancher Beteiligte. Jedenfalls wurde am 3. April 2017 der Neubau im Kreistag beschlossen, der Spatenstich erfolgte im Oktober 2017, nun ist bereits das Richtfest passé.

Auch Bauvorhaben mit einem Volumen von 2,5 Millionen Euro gehen bei Bedarf eben schnell vonstatten.

Die Kosten teilen sich mehrere Beteiligte. Die Stadt Donaueschingen stellt das Grundstück und 500.000 Euro an Kapital bereit, der Landkreis schießt eine Million aus seinem Budget zu und der Trägerverein hat die Summe von 800.000 Euro zu stemmen. 300.000 Euro dieser Summe sind durch Spendengelder bereits drin, den Restbetrag von 500 000 Euro soll ein Kredit sicherstellen.

"Wir versuchen diese Restsumme jedoch mit Sponsoren oder weiteren Spenden zu sammeln, werden aber den Kredit aufnehmen müssen, sollte dies nicht gelingen. Für konkrete Aussagen ist es noch zu früh", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins, Gerd Knoche.

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