Auch wenn es bis zum 58. Internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier vom 18. bis 21. September in Donaueschingen noch etwas Zeit zu sein scheint, Organisator Kaspar Funke (rechts) nahm gestern schon mal Maß auf dem Dressurplatz vor Ort mit Anja und Ronald Burgau vom Tengener Zeltverleih. Foto: Filipp Foto: Schwarzwälder-Bote

58. Internationale S. D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier vom 18. bis 21. September

Von Franz-J. Filipp Donaueschingen. Auf der einen Seite großer Turniersport, auf der anderen ein familiengerechtes Programm mit vielen Highlights – für das 58. Internationale S. D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier vom 18. bis 21. September hat Turnierleiter Kaspar Funke durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Stellschrauben der Weltklasse-Veranstaltung gedreht. Man darf gespannt sein. So wird rund um den Turnierplatz mit der Verlegung der Gastro-Zelte von der West- auf die Ostseite des Parcours-Vierecks und einer Straffung des Starterfeldes bei Springprüfungen das Flair eines Events für alle Altersstufen unterstrichen, wie Funke im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten als exklusiver Medienpartner unterstreicht.

Somit wird nicht nur die Anzahl der Reiter und Pferde reduziert, um das Turnier für die Zuschauer quasi atmen zu lassen, auch eine Prüfung wird gestrichen. Maximal 55 Starter sollen in diesem Jahr damit in den Parcours reiten.

Noch familiärer, noch mehr Erlebnis-Charakter für Alt und Jung lautet für Funke 2014 unverkennbar die Devise. So verspricht der Show-Abend am Samstag mit einem Gesamtbild der Mannschaftsdressurreiter und die große Quadrille eindruckvolle Bilder des Reitsports in die Erinnerungen der Zuschauer zu meißeln. Erstmals werden am Einlauf zum Dressurplatz auch Kopfhörer ausgegeben, über die selbst Kinder durch die Kommentare zu den einzelnen Reitern und Figuren ganz nebenbei das Einmaleins des Reitsports vermittelt bekommen.

Die Turniergastronomie liegt seit drei Jahren in den Händen des Öschberghofs, auch die Erlebnis-Kulisse der über 100 Aussteller, die sich positiv über den Verlauf im vergangenen Jahr geäußert haben, wird ebenfalls Anziehungspunkt und flankierender Korridor zwischen Dressur- und Springplatz sein.

Besondere Beachtung erfahren, wie in den beiden Vorjahren schon, in diesem Jahr wieder die Youngsters des Reitsports selbst, etwa Fabienne Lütkemeier aus Paderborn, eine gerade mal 23 Jahre junge Hoffnungsträgerin des deutschen Reitsports. Nicht zu vergessen auch der "goldene Olympia-Reiter" von Horb Michael Jung. Auch wenn parallel hierzu die Weltreiterspiele ab Ende August in der Normandie stattfinden, ist Funke zuversichtlich, auf die Großen des Sport zählen zu können: "Wir werden das verkraften". Denn das Donaueschinger CHI habe sich durch seine guten Bedingungen für sportliche Leistungen längst als idealer Ort für Serien- und Finalprüfungen etabliert. Eingebunden in die viertägige Großveranstaltung ist auch das Poloturnier des Fürstenhauses, dessen Fangemeinde jedes Jahr ein Stück zu wachsen scheint. Und mit dem Lousidor-Preis der Reiterlichen Vereinigung – ein Nachwuchspferde-Grandprix – und der Piaff-Förderpreis für die besten Nachwuchsreiter auf Grand Prix-Ebene sowie dem eigens für die U25-Generation der Springreiter ins Leben gerufenen Youngster Cup wird die Auslegung des Turniers, gerade junge Menschen für den Pferdesport zu begeistern, nochmals unterstrichen.

Der Erfolg beruhe vor allem auch auf den hohen Investitionen in den vergangenen Jahren, die nicht zuletzt durch die hohe Akzeptanz auch im Donaueschinger Rathaus den Weg zum Erfolg geebnet hätten, sagt Funke. Ein erstes Gespräch mit Donaueschingens neuem OB Erik Pauly habe gezeigt, dass man auch künftig gemeinsam auf einem guten Weg sein werde.

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