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Donaueschingen Modellzüge fahren jetzt auch im Kreis

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Ehrenpräsident Heinz Schmidt hilft tatkräftig beim Bau der Modelleisenbahn mit. Foto: Schwarzwälder Bote

Am Samstag öffnen die Eisenbahnfreunde Donaueschingen ihr Stellwerk beim Bahnhof direkt hinter dem Glashaus, um der Öffentlichkeit bei der schon traditionellen Ausstellung das Hobby Modelleisenbahn näher zu bringen.

Donaueschingen. Das ganze Jahr über wird an den Clubabenden gewerkelt, doch einmal im Jahr, nämlich um die Adventszeit, konzentriert sich alles auf die Eisenbahnanlagen im Clubheim im alten Stellwerk. Am Samstag vor dem zweiten – und dem folgenden dritten und vierten Advent – lädt der Verein die Bevölkerung ein, um die bestehenden Anlagen und auch die Neuerungen zu besichtigen.

Wer während der Adventszeit noch zu viel Privates zu erledigen hat, der hat dann am 5. Januar noch einmal die Gelegenheit, die Jahresausstellung zu besuchen. Die über 50 Mitglieder, davon circa 15 Jugendliche, präsentieren dabei den Verein und die Anlagen, die im Stellwerk permanente Aufwertung erfahren. Das Flaggschiff ist die legendäre Donautalbahn, die trotz ihres Alters nichts von ihrem Reiz eingebüßt hat. Sie zeigt einen Ausschnitt von Hausen im Tal.

Längst werden hier die Züge, die durch mit viel Liebe zum Detail gestaltete Landschaften fahren, über den Computer gesteuert. "Ganze Fahrpläne können nachgestellt und die Anlage so betrieben werden, dass die Züge den gesamten Tag autonom durchfahren", so der Beisitzer Marcel Schwer, der sich um die komplette Programmierung der Anlagen kümmert.

Zusätzlich bewundern können Besucher die Nachbildung eines Bahnbetriebswerks. "In diesen Werken wurden früher die Dampfloks restauriert, gereinigt, aufgerüstet und repariert. Mit der Nachbildung können diese Prozesse beobachtet werden", erläutert Marcel Schwer. Auch der Arbeitstisch des Lok-Doktors findet hier ihren Platz, hier werden alte Lokomotiven repariert oder auch digitalisiert. Von dort aus geht es direkt zur neuen, sich noch im Bau befindlichen, Anlage der Spur H0 im Maßstab 1:87. Hier hielt die Digitalisierung komplett Einzug, "hier wird alles nur noch digital über Bussysteme und Protokolle gesteuert", erklärt Schwer.

"Ganz stolz sind wir in diesem Jahr, dass wir nun zum ersten Mal im Kreis fahren können, und nicht nur von links nach rechts." Es wurden viele Arbeitsstunden und Material aufgewandt, um die Anlage weiter zu bauen. "Auf der Anlage können 40 Züge à 1,75 Meter Länge fahren, der längste Zug kann bis zu 3,50 Meter haben", so der Beisitzer nicht ohne Stolz. "Wenn die Anlage komplett fertig ist, werden fast 300 Meter Gleis verbaut sein."

An der kommenden Ausstellung können auf alle Fälle schon einmal zwei Ebenen begutachtet werden. "Wir wollen demonstrieren was wir können, und auch das wir mit dem Stand der Technik gehen", so Schwer. Nicht nur Stunden investieren die Mitglieder des 1982 gegründeten Vereins, auch muss einiges an Euros in die Hand genommen werden. "Wir finanzieren uns zum einen aus Mitgliedsbeiträgen sowie dem Herbstfest, und nicht zuletzt aus der Weihnachtsausstellung."

Neben den vier Euro Eintritt für Erwachsene (Kinder sind frei) werden an den fünf Ausstellungstagen auch Speisen und Getränke angeboten. Doch nicht nur Modelleisenbahnliebhaber sind willkommen, wie jedes Jahr gibt es für Eisenbahnfreunde einen Flohmarkt, wo Zubehör gekauft werden kann.

Die Eisenbahnausstellung öffnet vom kommenden Samstag an von 12 bis 17 Uhr. An den folgenden drei Adventssonntagen ist das Stellwerk für Interessierte jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Letzte Möglichkeit, einen Einblick in das Wirken und Tun der Eisenbahnfreuden Donaueschingen zu nehmen, ist der 5. Januar, noch einmal von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene beträgt vier Euro, Kinder sind frei.

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