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Donaueschingen Corona-Krise: Großer Ansturm auf Restaurants bleibt noch aus

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"Endlich wieder ein Bier in Gesellschaft unter freiem Himmel genießen": Über einen vollen Biergarten im Donaueschinger Park konnte sich Wirt "Chicco" Güney Birdüzer am Vatertag freuen. Foto: Sigwart

Donaueschingen/Hüfingen/Bräunlingen - Seit vergangenem Montag dürfen sie in Baden-Württemberg nach dem Corona-Lockdown erstmals wieder öffnen – wenn auch unter strengen ­Hygieneauflagen: die ­Speisegaststätten.

Nach der ersten Öffnungswoche ist die Stimmung unter den Wirten im Städtedreieck allerdings nur verhalten, und das obwohl mit dem Vatertag am Donnerstag sogar ein "langes Wochenende" zu verzeichnen war. Zu groß und mit enormem Organisationsaufwand verbunden sind die Einschränkungen und Auflagen, unter denen die örtlichen Restaurants wieder öffnen und bewirten dürfen.

Andrang nur am Vatertag

Einziger Lichtblick in Sachen Gästeresonanz war für die Wirte im Städtedreieck der Vatertag. Traumwetter, blauer Himmel und frühsommerliche Temperaturen bescherten den Lokalen, insbesondere denen mit Außenbewirtschaftung und Biergarten, an diesem Tag einen ersten großen Gästeandrang.

Ansonsten bilanzieren die Gastronomen bei den Besuchern eher noch Zurückhaltung. Nach wie vor machen sie oft mit dem Abholservice von Speisen, den sie in Anfang-Corona-Zeiten eilends eingeführt hatten, mehr Umsatz als mit dem Bewirten vor Ort in den eigenen Gasträumen. Zu schaffen macht den Gastwirten aber auch die reduzierte Sitzplatzanzahl, um die 1,50 Meter Sicherheitsabstand der Tische einhalten zu können. Oft dürfen die Gastronomen nur 50 Prozent oder noch weniger der "Vor-Corona-Sitzplatzkapazität" anbieten. "Aber wir müssen ja positiv voraus schauen und dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken", so das vorläufige Resümee der Gastronomen.

Voller Biergarten

Sichtlich anzumerken war die Lust der Ausflügler, endlich wieder raus zu gehen und sich in Gesellschaft zu treffen insbesondere an Christi Himmelfahrt. "Chicco" Güney Birdüzer freute sich im Donau­eschinger Park über seinen vollen Biergarten: "Der Ansturm insbesondere von Radfahrern war enorm, alleine sechs Autostellplätze sind nur mit Rädern zugeparkt", so der Wirt.

Bisher bester Tag in der ersten Öffnungswoche war für Corinna Duffner von der Hüfinger Tapasbar Bel Nini ebenfalls Christi Himmelfahrt. Ansonsten ist die Bel-Nini-Pächterin eher noch in "Wartestellung" und schaut, wie sich die Gästezahl weiter entwickelt. "Ich kann nur halb so viele Besucher mit Tapas verwöhnen, aber Miete und Personalkosten fallen in voller Höhe an – das rechnet sich betriebswirtschaftlich auf Dauer nicht. Ich schaue die kommenden Wochen genau an und entscheide dann, wie es weitergeht."

Damiano Lagrotteria von der Hüfinger Pizzeria Il Mediterraneo freut sich, dass sein Pizza-Lieferservice inzwischen gut angenommen wird. "Die bisher schwachen Gästezahlen in der Pizzeria selbst sind aber noch steigerungsfähig", so Lagrotteria.

Stark eingeschränkte Gästekapazitäten

Mit stark eingeschränkten Gästekapazitäten kämpfen auch Marian und Thomas Bayer vom Bräunlinger Gasthaus Zacher: "Wenn ein Verein mit zehn Leuten kommt müssen wir diese laut Vorschriften an fünf Tischen verteilen – dann ist unsere Gaststätte schon voll", erklärt Marian Bayer.

Eine noch ruhige erste Woche verzeichnet Emma Baader vom Donaueschinger Restaurant Baaders Schützen. Durch Nachrichtenmeldungen wie jetzt am Wochenende, dass sich in Niedersachsen beim Restaurantbesuch gleich mehre Personen mit Covid-19 angesteckt haben, sieht sie schon gleich zu Wiedereröffnungs-Beginn die Motivation der Bevölkerung ausgebremst, wieder in Restaurants auszugehen.

Beim Gaststätten-Besuch sind derzeit einige Corona-Regeln zu beachten. So müssen die Gäste unter anderem beim Betreten des Restaurants einen Mund-Nase-Schutz tragen und sich vom Personal vor Ort einen Platz zuweisen lassen. Außerdem müssen sich die Gäste mit vollständigem Namen, Adress- und Kontaktdaten in eine Liste eintragen, sodass die genaue Besuchsdauer exakt dokumentiert ist und im Bedarfsfall Ansteckungsketten rekonstruiert werden können. Das Personal muss die Gäste vor Betreten der Gaststätte über Reinigungsmöglichkeiten der Hände informieren und auf die Verpflichtung zur Nutzung hinweisen.

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