Unser Leser Hartmut Lübben hat einen Leserbrief geschrieben. Foto: Schwarzwälder Bote

Der Niedereschacher Gemeinderat lehnte es ab, sich einer Erklärung für Demokratie und Menschenrechte anzuschließen. Der Niedereschacher Hartmut Lübben hat in seinem Leserbrief eine Meinung dazu.

Unzweifelhafte Demokraten? Lediglich vier Befürworter bekennen sich zu einer gemeinsamen Erklärung zu Demokratie und Menschenrechten im Niedereschacher Gemeinderat, während sechs andere nicht bereit sind, diese allgemeine Erklärung zu bejahen. Was für ein Manifest!

 

Bodenlos zynisch

Und wieder öffnet Rüdiger Krachenfels als Sprachrohr dieser Gruppe die Büchse der Pandora mit unentwegt denselben nebulösen Verdächtigungen und Vereinfachungen. Er und seinesgleichen haben da ein sehr prominentes Vorbild in der Deutschen Geschichte: Zitat Joseph Goebbels: „Das Wesen der Propaganda ist deshalb unentwegt die Einfachheit und die Wiederholung. Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen.“, ein Tagebucheintrag vom 29. Januar 1942.

Einer der Nein-Sager zur Demokratie-Erklärung zeigt in besonders bestürzender Weise, wes Geistes Kind er ist, indem er das „Potsdamer Geheimtreffen“, das in der Tat beängstigende Parallelen zur Wannsee-Konferenz zeigt, als „Schwalbe, die noch keinen Sommer macht“ apostrophiert! Bodenlos-zynischer beziehungsweise verharmlosender kann man den Holocaust und dessen Vorbereitung nicht mehr simplifizieren!

Zum Glück steht in Bälde das verfassungsmäßige Regulativ in Form freier Wahlen an. Schauen wir also sehr genau hin, wer sich bewirbt, wer antritt, und wen die Bürgerinnen und Bürger bestätigen.

Hartmut Lübben Niedereschach

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