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Dietingen Traumzustände als schöpferische Kraft

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Viele Kunstfreunde kommen zur Vernissage des Dietinger Kunsttreffs in die Zehntscheuer. Fotos: Siegmeier Foto: Schwarzwälder Bote

Wenn der Dietinger Kunststreff zur alljährlichen Ausstellung am 1. Adventssonntag in die Zehntscheuer einlädt, dann können sich die Künstler vieler Besucher aus Dietingen und der weiten Region gewiss sein.

Dietingen. Der Dietinger Kunsttreff, der im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte, ist Treffpunkt für viele Kunstliebhaber. So auch heuer. Der Traum scheint für viele Künstler eines der Tore zur Kunst zu sein. Und so entführten die zwölf Künstler des Dietinger Kunsttreffs die Vernissagebesucher am Sonntag in vielfältige Traum- und Realitätswelten. Zu sehen waren Arbeiten von Dieter Bauer, Frank Burkard, Susanne Färber, Christian Gogollok, Angelika Holweger, Maria Kammerer, Sonja King, Birgit Krautheimer, Silke Leffler, Elke Oberle, Franziska Teufel und Johanna Wörz.

Mit "Imagine" von John Lennon stimmte Tanja Kammerer am Klavier auf das Kunstthema ein, bevor die Organisatorin der Ausstellung, Birgit Krautheimer, in die Ausstellung einführte. Sie betonte, dass Traum und Wirklichkeit in der Kunst und Literatur, aber auch im täglichen Leben eine große Rolle spielen. "Ohne Wirklichkeit gibt es keinen Traum. Ohne Traum würde der Menschheit etwas fehlen und die Wirklichkeit wäre eine andere", ist sich Birgit Krautheimer sicher. Man dürfe den Traum also durchaus als schöpferische Inspirationsquelle ansehen. Schließlich schlafe der Mensch ja beinahe ein Drittel seines Lebens. "So kommen schon einige Traum-Jahre zusammen", sagte sie und ging in ihren Ausführungen auf die Bedeutung des Traums im Verlauf der Kunstgeschichte ein.

Die diesjährige Ausstellung nehme die Betrachter an den zwölf Stationen der zwölf Künstler mit auf eine Reise zwischen Traum und Wirklichkeit. So löse sich beispielsweise Dieter Bauer mit seinen Fotografien völlig von der Realität und erschaffe Traumbilder, die eine Botschaft vermitteln. Bauers Bilder sind analog entstanden und wurden in der Dunkelkammer ausgearbeitet. Die Fotografien sind nicht nur international ausgestellt, sondern auch vielfach ausgezeichnet worden. Die Skulpturen von Christian Gogollok laden zum Träumen ein. Da gibt es Fantasieinstrumente, oder einen Torso, der doch eher der Nofretete gleicht.

Von Menschen und Experimenten

Im Zentrum der Arbeiten von Frank Burkard steht der Mensch mit all seinen Gefühlszuständen. Franziska Teufel zeigt Collagen aus verschiedenen Wirklichkeiten zusammengesetzt. Bei Silke Leffler ziehen sich Traum und Wirklichkeit durch ihr Werk. In phantasievollen, fein gestalteten Collagen mit vielen Details, erzählt sie ganze Geschichten.

Ein Tagtraumexperiment ist auf einem der Bilder von Sonja King zu entdecken. Susanne Färber zeigt mit ihren wilden oder auch zarten Linien ihre ganz eigene Wahrnehmung der Dinge. Maria Kammerer hat in zeitintensiver Sumpfkalktechnik Regenbogen- und Himmelslandschaften geschaffen. Angelika Holweger nimmt den Betrachter mit in ferne Galaxien. "Jeder Mensch hat Träume und hofft auf deren Erfüllung. In der Realität bestimmt die Uhr das Leben", sagt Johanna Wörz über ihre Bilder. Elke Oberle befasst sich seit längerem mit Portraitstudien und deren Umsetzung in farbige Großformate. In ihren Bildern ist das Thema Märchen, oder ganz konkret der Froschkönig, zu entdecken. Auch Birgit Krautheimer hat Traumwelten erschaffen und betont, dass sich in den Träumen surreale Bilder mit realen Alltagserfahrungen mischen.

Bürgermeister Frank Scholz freute sich über die gelungene Ausstellung und betonte, welchen wichtigen Stellenwert der Dietinger Kunsttreff im Veranstaltungsreigen der Gemeinde habe. Ein Ensemble des Gesangvereins "Frohsinn" unter Leitung von Manfred Mink gestaltete die Vernissage mit einigen Liedern mit.  Am kommenden Sonntag, 8. Dezember, ist die Ausstellung von 10 bis 16 Uhr erneut zu besichtigen.

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