Natur: Bürgerinitiative Keltenberg kümmert sich um mehr als 120 Obsthochstammbäume bei Dietingen

Dietingen. Wer in den vergangenen Wochen rund um Dietingen unterwegs war, konnte beobachten, dass die Bürgerinitiative Keltenberg (BIK) dafür sorgt, dass die von ihr vor mehr als 20 Jahren gepflanzten Obsthochstammbäume einen fachmännischen Frühjahrsschnitt erhalten.

Unter Regie von Wolfgang Weber, der ausgebildeter Baumwart ist, erhalten mehr als 120 Hochstammbäume mit Unterstützung von Peter Sauset und Günther Peschke einen fachmännischen Pflegeschnitt. Wenn’s gut werden soll, heißt: Das ehrenamtliche Pflegeteam benötig für den Baumbestand auf der Baumwiese am Bittelbrunnen mit etwa 75 Kirsch-, Apfel- und Birnbäumen, für die Baumreihe am Wildgehege und die Wegebäume Richtung Tierstein viele Stunden Freizeit, um dafür zu sorgen, dass die Zweige nicht über Hand nehmen und wieder in die richtige Richtung wachsen.

Schön ist, dass sich Bürger und Bienen bald wieder, wie seit Jahren, an der Blütenpracht erfreuen können. Spaziergänger und Baumkenner sagen der Bürgerinitiative: "Eure Obstbäume sind seit fast einer Generation ein Musterbeispiel für hervorragende Baumunterhaltungsarbeit."

Diese Anerkennung ist Ansporn für die BIK und das Pflegeteam, das von Sybille Sauset und Albert Scheible bei der Aufarbeitung des Baumschnitts und von der Gemeinde beim Abtransport unterstützt wird.

Die Bürgerinitiative Keltenberg unterscheidet sich laut Mitteilung durch die Nachhaltigkeit von anderen Bürgerinitiativen. Während Bürgerinitiativen sich in der Regel auflösen, wenn ihre Ziele erreicht sind, so hat sich die BIK zu eigen gemacht: "Nicht nur fordern, sondern nachhaltige Beispiele der Naturförderung geben."

Während der Phase, wo es um die Optimierung des Kreismüllkonzepts und die Verhinderung einer Keltenberg-Deponie-Erweiterung sowie einer Verbrennungsanlage auf dem Berner Feld ging, hat die Bürgerinitiative dafür gesorgt, dass das Müllaufkommen reduziert und Dietingen zum Schrittmacher im Kreis wurde. Zusätzlich wurden Dietingen, mit privater Unterstützung, um mehrere hundert Hochstammbäume bereichert. Als Vorbild für die Gemeinde sorgt die BIK dafür, dass Bäumepflanzen und -pflegen Schöpfungsauftrag ist.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: