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Deißlingen Ende Juni kehrt im "Bären" wieder Leben ein

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Sie freuen sich auf das neue Projekt im "Bären": Bürgermeister Ralf Ulbrich, Stiftungsvorstand Tamer Öteles, Projektleiterin Alexandra Gaß-Miksad und Eigentümer Arndt Emminger. Foto: Siegmeier

Deißlingen - "Bald kehrt in den schön­sten Biergarten der Region wieder Leben ein", freut sich Deißlingens Bürgermeister Ralf Ulbrich beim Pressegespräch im Deißlinger "Bären".

Die Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten (LFA) hat die Gaststätte zum 1. Juni gepachtet und richtet hier einen Inklusionsbetrieb ein. Bereits Ende Juni soll die Wirtschaft wieder öffnen.

Das schmuck restaurierte Fachwerkhaus in der Deißlinger Ortsmitte – der "Bären" – ist nicht nur ein herausragendes Kulturdenkmal, sondern beherbergt seit Urzeiten auch eine Wirtschaft. Ab Juni wird die Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten hier einen Inklusionsbetrieb betreiben, Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung bieten, und damit den Deißlingern ein Stück Wirtshauskultur zurückgeben und erhalten.

"Bären"-Eigentümer Arndt Emminger, Bürgermeister Ralf Ulbrich, Stiftungsvorstand Tamer Öteles und Projektleiterin Alexandra Gaß-Miksad haben das Projekt bei einem Pressegespräch vorgestellt.

Herbst 2020 das Ziel

"Im Sinne des neuen Bundesteilhabegesetzes möchte die Stiftung LFA ihren Beitrag dazu leisten, dem Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Handicap gerecht zu werden", erklärte Tamer Öteles. Stufenweise soll der Inklusionsbetrieb bis zum Herbst 2020 etabliert werden. Vorbereitende Tätigkeiten habe man bereits aufgenommen.

Auch wenn es noch ein langer Weg ist bis Herbst näch­sten Jahres, so soll die Gaststätte doch bereits Ende Juni eröffnen. "Zunächst nur an den Wochenenden und mit kleiner Speisekarte", plant Öteles. Man wolle auf diesem Wege den Deißlingern nicht nur ein Stück Wirtschaftskultur zeitnah zurückgeben, sondern zugleich auch über das Projekt informieren.

Unterstützt wird die Stiftung dabei von der Gemeinde Deißlingen und von Arndt Emminger, der das Vorhaben sehr begrüßt und erzählt, dass die ursprüngliche Eigentümerin Christa Stöhr, die das Haus einst von der Gemeinde erworben und saniert hatte, ein solches Projekt immer vor Augen gehabt hätte. Und nun könne es realisiert werden. Sie hatte das Kulturdenkmal seinerzeit bereits bis unters Dach barrierefrei saniert, einen Aufzug und Rampen einbauen lassen. Das kommt der Stiftung nun sehr zugute.

Durch Zufall habe Öteles im Gespräch mit Bürgermei­ster Ulbrich von der Verpachtung erfahren und sofort Interesse angemeldet. Die Gaststätte soll wieder zu einer Begegnungsstätte werden, in der jeder herzlich willkommen ist. "Es ist ein interessantes Konzept in Zeiten, in denen Gaststätten im ländlichen Raum immer weniger werden", betonte Bürgermeister Ralf Ulbrich.

Mit Unterstützung des Eigentümers und in enger Kooperation mit der Gemeinde könne die Stiftung jetzt starten. "Ich freue mich riesig und bin sehr dankbar", so Ulbrich. Auch der Eigentümer freut sich über die neuen Pächter und darüber, dass die Gaststätte wieder mit Leben erfüllt werden.

"Uns als gemeinnütziger Organisation liegt viel daran, dass die Gaststätte weitergeführt und angenommen wird", so Öteles. Auch Menschen mit Handicap sollen hier unter Menschen kommen und selbstbestimmt wirken können, so das Ziel. Derzeit würden noch Vorstellungsgespräche laufen, ein Wirt, beziehungsweise Koch werde gesucht. Doch man sei guter Dinge.

Fünf bis acht Arbeitsplätze

Wer also künftig im Bärengarten seine Füße zur Abkühlung in den Neckar hängt, der kann anschließend noch im Biergarten ein kühles Getränk und ein leckeres Schmankerl aus der Küche genießen. Regionale Produkte sollen hier zum Einsatz kommen, regionale Gerichte angeboten werden. Fünf bis acht Arbeitsplätze werden bis 2020 entstehen. Momentan würden auch noch mehrere Antragsverfahren für Zuschüsse laufen, erzählte Öteles. Auch mit dem Landkreis sei man im Gespräch. "Wir sind eine weltoffene Gemeinde, wo jeder Platz finden kann. Es gibt nichts Besseres, als in diesem Zentrum diesen Inklusionsbetrieb zu installieren", so Ulbrich erfreut.

Die Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten ist ein freier Bildungs- und Jugendhilfeträger, der hilfsbedürftige, sozial Benachteiligte oder im Sinne des Sozialgesetzbuches besonders förderbedürftige Menschen unterstützt. Die Stiftung sieht ihre Aufgabe insbesondere in der Entwicklung von innovativen Projekten, immer ausgerichtet am aktuellen Bedarf.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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