Die Datenaffäre stürzte den VfB Stuttgart in eine Vereinskrise. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Zwei Vorstände und zwei Führungskräfte mussten den VfB Stuttgart im Zuge der Datenaffäre verlassen. Nun gehen alle vier Personen juristisch gegen den Bundesligisten vor.

Stuttgart - Die personellen Konsequenzen im Zuge der Datenaffäre des VfB Stuttgart haben juristische Folgen. Einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ zufolge wehren sich vier Mitarbeiter, von denen sich der schwäbische Fußball-Bundesligist getrennt hat, vor Gericht.

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Drei ehemalige Mitarbeiter haben sich an das Arbeitsgericht Stuttgart gewandt, wie das Gericht auf dpa-Anfrage bestätigte. Die Klagen richten sich gegen „Kündigungen, die der VfB Stuttgart ihnen gegenüber im Februar 2021 ausgesprochen hat“, teilte das Gericht in einer Mitteilung am Mittwoch mit. Der Gütetermin sei am 15. April. Eine weitere Klage sei beim Landgericht eingegangen, teilte eine Sprecherin mit.

Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro

Die Datenaffäre steht im Zusammenhang mit der Ausgliederung der Profifußball-Abteilung in eine AG im Jahr 2017. Im Nachgang war bekannt geworden, dass der Club massenhaft Mitgliederdaten an einen externen Dienstleister herausgegeben hatte, um mutmaßlich das Abstimmungsverhalten zu beeinflussen.

Wegen dieser Datenschutzverstöße war der VfB jüngst mit einem Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro durch den Landesdatenschutzbeauftragten belegt worden. Vorstandschef Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt erklärten am Montag, einen Schlussstrich unter die Unruhe ziehen zu wollen.

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