Das Corona-Virus bestimmt auch den Alltag der Kleinsten in den Kitas. Foto: lithiumohoto – stock.adobe.com

Ein weiterer Corona-Fall zieht Kreise: Im Kindergarten St. Martin am Kussenhof mussten durch die Corona-Infektion eines Kindes zwei Gruppen und die jeweiligen Erzieherinnen in Quarantäne gehen. Unabhängig davon müssen ab nächster Woche alle Kindergärten und Schulen schließen.

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Furtwangen - Grund ist das neue Infektionsschutzgesetz. Dieses schreibt die Schließung von Kindergärten und Schulen vor, wenn die Inzidenz drei Tage hintereinander über 165 liegt. Dieser Wert lag im Schwarzwald-Baar-Kreis bereits am Mittwoch und Donnerstag darüber. Das Landratsamt ging am Freitagmittag davon aus, dass die Inzidenz auch an diesem nun dritten Tag in Folge über 165 liegen wird und somit die Notbremse mit den Schließungen von Kitas und Schulen ab Montag greifen wird.

Ein Kind mit Corona infiziert

Wie die Leiterin der katholischen Kindertageseinrichtungen Silvia Fürderer auf Nachfrage bestätigte, gab es in einer Gruppe des Kindergartens am Kussenhof ein infiziertes Kind.

Am Dienstag hatte die Mutter darüber informiert, dass in der Familie scheinbar Corona aufgetreten ist, so Silvia Fürderer. Am Abend habe sie dann erfahren, dass die ganze Familie mit Corona infiziert sei, also auch das Kind aus dem Kindergarten. Noch am Dienstagabend habe sie über die Kindergarten-App die Eltern der beiden betroffenen Gruppen informiert, dass diese nun geschlossen sind und sowohl die Kinder als auch fünf Erzieherinnen bis Ende des Monats in Quarantäne müssen. Der Kindergarten St. Martin am Kussenhof hat zwar vier Gruppen, aufgrund der räumlichen Situation konnte man es aber einrichten, dass sich jeweils, beispielsweise durch die Verbindungstür oder den gemeinsamen Flur, nur zwei Gruppen direkt begegnen. Daher waren es auch nur zwei Gruppen, die tatsächlich mit dem infizierten Kind Kontakt hatten. Die Eltern der beiden Gruppen nutzten am Mittwoch das Corona-Testzentrum in der Hinterbreg für einen Schnelltest. Die Kinder der beiden Gruppen dagegen wurden nach Villingen gebracht, wo ein PCR-Test durchgeführt wurde.

Zumindest bisher, so Silvia Fürderer, habe es keine weiteren positiven Befunde gegeben. Daher hoffe sie natürlich, dass auch keine weiteren Corona-Fälle auftreten.

Kindergärten blieben bisher von Virus verschont

Schon mehr als ein Jahr lang waren die beiden Kindergärten und das Kinderhaus mit ihren 230 Kindern von Corona verschont geblieben. Dies ist nun der erste Fall eines infizierten Kindes in einer Gruppe. Auch sonst werde immer viel getan, um Infektionen zu verhindern. Schon seit mehreren Wochen finden regelmäßige Corona-Tests für die Mitarbeiter der Kindergärten statt. Anfangs wurden sie vom DRK und der Sozialstation durchgeführt. Inzwischen sind die Mitarbeiter aber selbst geschult und testen sich gegenseitig.

Am Donnerstag noch war klar, dass die beiden Gruppen nun einige Zeit wegen Quarantäne geschlossen bleiben werden.

Am Freitagmittag folgte dann die offizielle Meldung des Landratsamtes. Die Kreisbehörde geht davon aus, dass auch am Freitag und somit am dritten Tag in Folge die Inzidenz über 165 liegen wird und damit laut neuem Bundesinfektionsschutzgesetz alle Kindergärten und Schulen im Schwarzwald-Baar-Kreis ab Montag schließen werden. Lediglich eine Notbetreuung kann dann noch stattfinden.

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