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Corona-Verordnung Wirte in Geislingen hadern mit Lockdown

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Wie schon im Frühjahr versuchen auch jetzt wieder Geislinger Gasthäuser, einen Teil ihres Umsatzverlusts infolge des Bewirtungsverbots durch den Verkauf zum Abholen zu kompensieren.  Foto: Schnurr

"Am meisten tun mir die Gastronomen leid", kann man oft hören, wenn man mit Geislingern über die Maßnahmen zum Schutz gegen die Corona-Pandemie spricht. Viele sehen es kritisch, dass die Gasthäuser, die in den vergangenen Monaten viel für den Schutz ihrer Kunden getan haben, seit zwei Wochen wieder zu haben müssen. Mehr über die Situation der Geislinger Gastronomen lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Geislingen - Wären die Stammkunden nicht, dann müssten die Wirtinnen und Wirte in Geislingen und Erlaheim schwarz sehen. "Es läuft nicht gut", sagt beispielsweise Antonietta Sagnelli-Dettori vom Ristorante Hasen.

Am 3. November haben sie und ihr Mann Michele den Abhol-Service auf Bestellung wieder aufgenommen, den sie bereits im Frühjahr anboten. Trotz Inseraten und treuer Kundschaft kompensiere dieser nicht den Umsatz, den sie normalerweise haben.

An einigen Tagen nur drei Bestellungen

"Die Geislinger unterstützen uns vor allem am Wochenende", freut sich Sagnelli-Dettori. Doch unter der Woche laufe es nicht so – es gebe teilweise Tage mit nur drei Anrufen und sieben abgeholten Pizzen. "Es ist zu wenig."

"Man hat uns Hände und Füße gebunden", sagt die Wirtin, die seit 26 Jahren in der Stadt Geislingen tätig ist, über die seit Monatsbeginn geltende Zwangsschließung. Im Juli und August sei es besser gelaufen, aber nun herrsche wieder die Sorge vor Corona: "Die Leute sind vorsichtig. Die trübe Jahreszeit und das Infektionsrisiko – es macht gerade keinen Spaß."

Auch fielen die Auswärtigen als Kunden weg. Wer fahre schon von Rosenfeld nach Geislingen, um sich selbst gemachte Nudeln und frischen Fisch in der Aluschale zu holen, die er daheim wieder aufwärmen müsse? Noch dazu bei den andauernden Umleitungen?

Sagnelli-Dettori hofft auf finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite und darauf, dass der "Hasen" kommenden Monat wieder aufmachen darf. Dennoch : "Der Dezember ist kaputt." Bis auf eine sind schon alle sonst jedes Jahr geplanten Weihnachtsfeiern bereits abgesagt.

"Mal so, mal so", laufe es im Gasthaus Zur Brücke, berichtet dessen Betreiber Markus Müller, "wie immer in der Gastronomie." Über Inserate und "soziale Medien" wirbt er für das Angebot.

Die "Brücke" hat eine reduzierte, feste Karte mit traditioneller und schwäbischer Küche. Davon können die Kunden telefonisch bestellen und zu einer vereinbarten Zeit das Gericht abholen.

Schnitzel verkauft sich am besten

Schnitzel verkaufen sich laut Müller am besten: Rund 80 Prozent der Bestellungen zum Abholen machen das Tellergericht aus.

Erfahrung mit dem Abhol-Service hat bereits im Frühjahr auf das Landhaus Engel in Erlaheim gesammelt. Die zweite November-Woche sei besser gelaufen als noch die erste, berichtet die Inhaberin Manuela Hocke.

Das Angebot werde gut angenommen. Vor allem Einheimische und Stammkunden bestellten. Ente und Lamm seien in der vergangenen Woche am regsten nachgefragt worden. Telefonisch vereinbarte Abholzeiten entzerren den Kundenzulauf und verhindern weitgehend, dass sich Kunden begegnen.

Unverständnis darüber, dass der "Engel" schon wieder zu haben muss, präge die Gespräche: "Die Gäste bedauern uns vor allem", sagt Hocke. Ein typisches Zitat: "Jetzt seid ihr so gut vorbereitet gewesen...!"

Anders als die reinen Speisewirtschaften hat das Erlaheimer Landhaus mit Übernachtungen von Geschäftsreisenden ein zweites Standbein. Das sei aber auch weniger geworden, sagt Hocke.

Sie baut darauf, dass der "Engel" im Dezember wieder in den eigenen Räumen bewirten darf. "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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