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Corona-Lockdown Wie kommen Furtwanger Händler durch die Krise?

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Ideen sind in der Corona-Krise gefragt. So will eine Furtwanger Metzgerei einen Heizpilz vor dem Schaufenster aufstellen, damit die wartenden Kunden nicht frieren. (Symbolfoto) Foto: Karmann

Furtwangen - Schwer gebeutelt ist der Einzelhandel durch die Corona-Pandemie. Ab nächste Woche werden auch die Vorschriften verschärft. Nun sind Ideen gefragt, wie man durch die Krise kommt. Mehr darüber in unserem (SB+) Artikel.

Besonders heftig getroffen hat es zum Beispiel die Firma Schuh- und Sport-Klausmann in Furtwangen, die wegen Corona in den Reihen der Mitarbeiter rund zwei Wochen lang schließen musste. Seit Donnerstag ist das Geschäft in der Wilhelmstraße wieder geöffnet. Firmen-Inhaber Florian Klausmann ist natürlich froh, dass dieser massive Einschnitt nun beendet ist. Aber auch seine Kollegen im VdU (Verein der Unternehmer und freien Berufe Furtwangen und Gütenbach) müssen laufend wieder auf neue Entwicklungen reagieren und nach Lösungen suchen, um möglichst gut durch diese schwierige Zeit zu kommen, erläuterte Florian Klausmann auch als Vorsitzender des VdU.

Corona-Lockdown ab 2. November: Maßnahmen im Überblick

Aber nicht nur sein Sportgeschäft war von einer Schließung betroffen, auch ein Autohaus musste wegen Corona-Infektion eines Mitarbeiters für die Quarantäne dichtmachen. Ebenso war eine ganze Abteilung eines Industriebetriebs betroffen. Für die Mitglieder des VdU bedeutet dies natürlich, dass sie alles versuchen, um eine solche Infektion zu vermeiden oder zumindest die Folgen zu reduzieren.

Schichtdienst nach dem Lockdown

Hier hat beispielsweise Christa Hahn in ihrem Mode-Geschäft nach dem Lockdown einen strikten Schichtdienst eingeführt, sodass bei einem Corona-Fall nicht gleich alle Mitarbeiter in Quarantäne müssen. Nachdem sich die Situation jetzt im Herbst wieder zugespitzt hat, hat sie diesen Schichtdienst wieder eingeführt und auch Florian Klausmann wird dies in seinem Fachgeschäft nach der gestrigen Wieder-Eröffnung so praktizieren.

Doch selbst dies hätte wahrscheinlich Schuh-Klausmann nicht vor der Quarantäne-Schließung bewahrt. In seinem Geschäft war bei einer Mitarbeiterin Corona festgestellt worden. Und kurz zuvor hatten sowohl er wie seine Eltern noch Kontakt mit dieser Mitarbeiterin mussten deshalb ebenfalls in Quarantäne. Nun sollten eigentlich ein Teil der Mitarbeiter, der von der Quarantäne nicht betroffen war, das Geschäft zumindest halbtags weiterführen. Doch dann trat in dieser Gruppe ebenfalls eine Infektion auf, so dass nun das Geschäft komplett schließen musste. Am Mittwoch war nun die Quarantäne für alle Mitarbeiter endlich zu Ende.

Beeindruckt von Hilfsbereitschaft der Bevölkerung

Solche Fälle sind scheinbar im Einzelhandel nicht so häufig, wie er bei seinem Großhandel-Verband feststellen konnte. Dort war bisher kein einziger Fall bekannt, dass ein Geschäft komplett wegen Corona schließen musste. Auf jeden Fall zeigt sich Florian Klausmann beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und Solidarität in der ganzen Bevölkerung. Es gab viele Anfragen und Angebote zur Unterstützung.

Das gleiche gilt für die Überlegungen, wie man nun in der kalten Jahreszeit die Kunden, die wegen der Beschränkungen vor dem Geschäft warten müssen, "bei Laune halten kann". Eine besondere Idee hat hier eine Metzgerei, die unter einer großen Schaufenster-Markise Heizpilze aufhängen möchte. Auch im VdU sind verschiedene Ideen in der Diskussion und auch aus der Bevölkerung kamen bereits zahlreiche Vorschläge.

Auf jeden Fall appelliert Florian Klausmann auch an die Bürger, sich bei ihrem Besuch in den Geschäften an die Verordnungen wie den Mund-Nase-Schutz oder den Abstand zu halten. Denn wie auch der konkrete Fall in seinem eigenen Geschäft deutlich machte: mit dem Risiko einer Infektion für die Mitarbeiter sind die Existenz des Betriebes und die Arbeitsplätze in Gefahr. Auch jetzt noch muss er eigentlich täglich Kunden darauf hinweisen, wie der Mund-Nase-Schutz richtig getragen wird. Und wenn es dann, was auch ab und zu vorkommt, ein Masken-Verweigerer ist, bittet er diesen höflich, den Laden zu verlassen. Denn bei einer zufälligen Kontrolle durch Ordnungsamt oder Polizei würde das sowohl für den betroffenen Kunden wie auch für das Geschäft sehr teuer.

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