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Corona-Lockdown Leben die Sulzer und Dornhaner Vereine noch?

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Corina Ardelt vom Tierschutzverein Sulz setzt sich für die artgerechte Haltung der Kaninchen ein. (Archivfoto) Foto: Steinmetz

Der Lockdown dauert an – wieder einmal. Und die Vereine? Müssen zum Teil umdenken. Der Schwarzwälder Bote hat nachgefragt. Was der Tierschutzverein Sulz, der Musik- und Trachtenverein Dornhan und der Ju-Jutsu Club Mühlbachtal dazu sagen, lesen Sie in unserem (SB+Artikel).

Sulz/Dornhan - Der Lockdown dauert an – wieder einmal. Und die Vereine? Müssen zum Teil umdenken. Der Schwarzwälder Bote hat nachgefragt.

Kätzchen, Zwergkaninchen, süße Hunde – das sind zurzeit hauptsächlich die Tiere, die vom Tierschutzverein Sulz und Umgebung betreut und vermittelt werden. Zum Glück sind die Tiere in privaten Pflegeplätzen untergekommen, so können sie nämlich streng getrennt von anderen Tieren gepflegt werden. Die Krankheitsübertragung ist so minimal – und die Tiere sind in geselligem Kontakt mit den immer gleichen Pflegern beziehungsweise Familien.

Alles richtig gemacht. Zumindest, wenn man es auf das Corona-Jahr bezieht. Stalltiere werden direkt vermittelt, da sie für die Pflege zu groß sind, aber für die kleineren ist Anne von Stromberg zunächst zuständig. Sie ist Gründungsmitglied und seit 1994 aktives Mitglied des Tierschutzvereins Sulz und Umgebung. In ihrer Tierarztpraxis werden die gefundenen Tiere aufgepäppelt, entwurmt und bei Bedarf, wenn sie genesen sind, geimpft, um dann in die "Einheiten" zur Pflege gegeben zu werden.

Eine Einheit ist ein Haushalt, der Tiere für den Verein zur Pflege aufnimmt, ungeachtet dessen, wie viele Vereinsmitglieder er stellt. 190 Einheiten hat der Tierschutzverein – in Sulz, den Teilorten, aber auch außerhalb. Das sind genügend Unterstützer, die momentan aber telefonieren und skypen müssen.

Neue Ideen müssen her

Doch wer denkt, der Verein schläft, der irrt. Zwar mussten das gesellige Beisammensein im Backsteinbau an den HGV-Sonntagen (Handels- und Gewerbeverein) abgesagt werden sowie auch die Besuche des Kindergartens, um beispielsweise den Kindern eine Igelpflege zu zeigen. Aber der Verein nimmt noch immer Tiere auf, auch wilde. Und wenn dann zwischen März und Mai in der ersten regnerischen warmen Nacht wieder die Kröten wandern, finden sich bestimmt begeisterte Vereinsmitglieder zusammen, um die armen Geschöpfe über die Straße bei Vöhringen und die Holzhauser Steige zu tragen.

Derweil ist es dieses Jahr recht still geworden in den Proberäumen des Musik- und Trachtenvereins (MTV) Dornhan. Vorstandsmitglied Karl Baumann rechnet die kommenden drei bis sechs Monate weiterhin damit, dass Auftritte und also auch die Proben ausbleiben werden. Die Proberäume für die Trachten sind sogar gesperrt.

Am Jahresende hat der Verein beim Beitragseinzug ein paar Mitglieder verloren, die Jungen sind aber eher dabei geblieben. Jahres- und Weihnachtskonzert hatten ausfallen müssen, und so bleibt den Musikern nur das Üben im heimischen Wohnzimmer.

Eines ist klar, in Kontakt über WhatsApp bleiben die Mitglieder, und wenn es so weitergeht wie 2020, müssen neue Ideen her. Denn "auch die Dirigenten haben Verträge und müssen weiterbezahlt werden", erklärt Baumann. Momentan bekommen sie nicht den vollen Betrag, aber das wird dann später "auseinanderklamüsert".

Alternativen geboren

Auch beim Ju-Jutsu Club Mühlbachtal ist seit der ersten Corona-Welle die Luft raus. Das gesellschaftliche Vereinsleben ist weggebrochen, aber der sportliche Kontakt blieb bestehen. Denn die kleinen und großen Vereinsmitglieder wollen weiter trainieren. Das geht über die zwei Online-Trainingsstunden, die der Verein schon zügig im Mai auf die Beine gestellt hatte, sehr gut. Dienstags gibt es ein Trainingsvideo, freitags folgt sogar ein Trainings-Live-Stream für gemeinsames Training, berichtet der Vorsitzende Thomas Emmering.

Zusätzlich gab es bisher speziell für Kinder ein mehrwöchiges Online-Angebot, vorbereitet und durchgeführt von den Jugendtrainern, die sich um spannende Themen drehten. Ob Ju-Jutsu-Sportabzeichen, "Stadt, Land, Fluss", Quize, Challenges oder Sportliches – das Angebot sprach für sich. Als Mitmach-Anreiz gab es zum Beispiel kleine Preise. Im September und Oktober war dann auch eingeschränkt endlich wieder Mattentraining möglich.

Als der Lockdown zuschlug, war das Alternativkonzept aus den vergangenen Monaten bereits geboren. Für die Kinder gab es zuletzt ein Nikolaus-Geschenk, verteilt durch den Jugendausschuss.

Die überaus positiven Rückmeldungen zu den Angeboten und Mühen des Vereins, bestärken den Ju-Jutsu Club nun, bis zum hoffentlich baldigen Trainingsstart in der Halle, erst einmal das Online-Angebot – auch als Kontaktplattform – weiter zu nutzen.

Insbesondere das große Engagement des Jugendausschusses unter der Leitung von Jugendleiter Marc Stein und Jugendsprecher-/trainer Julian Garn hatte das neue Konzept möglich gemacht, berichtet Emmering.

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