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Corona-Lage in Altensteig Lockdown zieht Einzelhandel den Stecker

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Ruhige Zeiten auf dem Altensteiger Marktplatz – die Händler hoffen, dass sich das nach dem Lockdown ändert. Foto: Fritsch

Der Lockdown hat auch Auswirkungen auf Geschäfte, die öffnen dürfen. Wie die Altensteiger Händler damit umgehen, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Altensteig - Daniela Bedenikovic ist Inhaberin des Schreibwarenladens "Creativ Codex". Ihr Geschäft zählt zu den wenigen in Altensteig, die vom Lockdown ausgenommen sind. Die Schließung der anderen Geschäfte geht aber auch an ihr nicht spurlos vorbei. In der Adventszeit lief das Geschäft noch vergleichsweise gut, sagt sie. Doch dann mussten die Einzelhändler ab dem 16. Dezember schließen. "Das war so, als wäre ein Stecker gezogen worden", sagt sie. In der Poststraße haben nur noch eine Handvoll Geschäfte geöffnet. "Das ist Wahnsinn." Die Folge: Auch bei ihr bleiben die Kunden weitestgehend aus. "Man muss sich jeden Tag aufs Neue motivieren. Man hofft, das Geschäft aufrecht zu erhalten."

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Den Einzelhandel in Altensteig trifft es besonders hart. Denn neben den coronabedingten Schließungen im vergangenen Jahr war die Poststraße aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Die Geschäfte waren für die Kunden nicht ohne Umwege erreichbar. Die Hoffnung hat sie aber noch nicht aufgegeben. "Wenn der Lockdown vorbei ist, kommen auch wieder die Menschen in die Stadt."

Menschenleerer Marktplatz

Dieser Tage ist der Marktplatz aber fast menschenleer. "Dass es so ruhig ist, habe ich noch nie erlebt", sagt Rivana Mühlbach, Mitarbeiterin in der Bäckerei Haag. Dort kommen die Kunden vorwiegend morgens vorbei. Zum Nachmittag hin werden es immer weniger.

"Wenn ich rausschaue, dann ist da nichts", erzählt Cengiz Muhcu, Inhaber des Lebensmittelgeschäfts "C&S Frischmarkt". Manchmal vergehen Stunden ohne, dass Kunden kommen. Die Menschen würden nur rausgehen, wenn es wirklich notwendig ist. "Wir müssen da durch und das Beste draus machen.", gibt sich Muhcu hoffnungsvoll. Er geht davon aus, dass sich die Lage, ähnlich wie vergangenes Jahr, im Sommer wieder etwas entspannt. Die Frage sei, wie es dann im kommenden Herbst und Winter aussehen wird. "Wird es dann wieder einen Lockdown geben?", fragt er.

Sorgen um das Stadtbild

Den ein oder anderen Fußgänger trifft man aber doch noch in der Innenstadt an. "Ich mache mir Sorgen um das Stadtbild. Wie wird es hier in den nächsten Jahren aussehen?", sagt eine Altensteigerin. Der Lockdown spiele auch gerade der Online-Konkurrenz der lokalen Einzelhändler in die Karten.

Ähnlich sieht es Wolfgang Schlumberger, der ein Foto- und Drogeriegeschäft betreibt. "Leerstände sind immer tödlich für das Stadtbild. Wir sitzen daher alle im selben Boot", sagt er. Auch bei ihm kommen weniger Kunden vorbei. Doch der Verkauf von Masken, Desinfektionsmittel und die Paketannahme sorgen für etwas Betrieb in seinem Laden. Er sei glimpflich davongekommen.

Betrieb herrscht auch in der Apotheke am Markt. "Wir sind nach wie vor gefragt", sagt eine Mitarbeiterin. Insbesondere die kostenlosen FFP2-Masken sind weiterhin begehrt. Zur Lage in Altensteig bringt es ihre Kollegin kurz und knapp auf den Punkt: "Hier hat fast alles zu. Was wollen die Leute dann noch in der Stadt?"

Die Situation ist nicht einfach. Doch die Einzelhändler sind froh, dass sie, anders als viele ihrer Kollegen, zumindest noch öffnen können. "Das ist Meckern auf hohem Niveau. Andere müssen schließen. Ich kann wenigstens morgens noch den Schlüssel in die Tür stecken und umdrehen", meint Bedenikovic.

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