Der Christkindlesmarkt in Balingen in der Innenstadt Foto: Eyckeler

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung auf den Verlauf des Christkindlesmarktes zurückgeblickt. Kommt es zu einer Neukonzeption?

Der Balinger Christkindlesmarkt lockte am Wochenende zahlreiche Besucher aus der Kreisstadt und aus dem Umland in die Innenstadt. Insgesamt blickte man weitgehend in zufriedene Gesichter, nun wurde die Veranstaltung im Verwaltungsausschuss thematisiert – und der Ruf nach Veränderung wurde laut.

 

Erwin Feucht (Grüne) wollte seitens der Stadtverwaltung hören, wie diese die Veranstaltung am Wochenende empfunden hat. Er habe ein gespaltenes Meinungsbild erhalten. „Unmut habe ich vor allem beim Kunsthandwerkermarkt vernommen“, sagte Feucht. Hier habe man sich geografisch abgehängt gefühlt. Gleichzeitig fragte der Grünen-Gemeinderat an, wie es in Zukunft mit einer Neukonzeption aussehe.

Dirk Abel: Vereine waren sehr zufrieden

Sowohl Oberbürgermeister Dirk Abel als auch Bürgermeister Ermilio Verrengia konnten Feuchts Eindruck nicht bestätigen. Abel: „Die Vereine waren meines Erachtens sehr zufrieden mit dem Verlauf des Christkindlesmarktes.“

Verrengia ergänzte: „Ich war an beiden Tagen auf dem Christkindlesmarkt unterwegs – von Nord nach Süd.“ Auf seiner Tour habe er seitens der Vereine und der Händler große Zufriedenheit wahrgenommen.

Auf das nachgefragte „Facelifting“ des Christkindlesmarktes gab die Verwaltung bekannt, dass die Organisation künftig in den Bereich des Stadtmarketing falle und dort auch über neue Konzepte nachgedacht werde.

Amtsleiter Harry Jenter war zufrieden mit der Aufteilung der Stände

Nathalie Hahn (SPD) hatte den Eindruck, dass dieses Jahr weniger Stände aufgebaut waren. Hierzu konnte Harry Jenter vom Amt für Familie, Bildung und Vereine berichten: „Rund 90 Stände waren vor Ort, zwei Standbetreiber sind tatsächlich kurzfristig nicht angekommen.“

Zufrieden war Amtsleiter Jenter mit der Aufteilung der Stände: „Wir hatten ungefähr ein Drittel Verpflegungsstände und zwei Drittel sonstige.“ Darunter fallen zum Beispiel Handwerks- oder Schmuckstände.

Letztlich informierte Jenter dann doch: „Manche Vereine sind tatsächlich nicht mehr dabei.“ Dies führt er auf die Corona-Pandemie zurück, von der sich eben nicht alle Vereine so erholt haben, dass sie eine solche Zweitagesveranstaltung hätten stemmen können.