Im September 2024 zeigen auch endlich wieder die Springreiter in Donaueschingen ihr Können. Foto: Roger Müller

Die Planungen für das große und traditionsreiche Turnier im Donaueschinger Schlosspark 2024 sind in vollem Gange. Sogar die Bagger rückten bereits an. Die Umbauarbeiten der Reitplätze laufen.

Seit Ende des vergangenen Jahres ist klar, dass die Schafhof Connects GmbH & Co.KG unter Geschäftsführer Matthias Rath ab 2024 neuer Veranstalter des CHI Donaueschingen wird. In einem eindrucksvollen Film wurde nun bei einem „Kick-off“ das zukünftige Konzept des 1954 ins Leben gerufenen CHI vorgestellt.

 

Noch zwölf Monate

„Es sind genau zwölf Monate vor dem 70. Umlauf der Traditionsveranstaltung“, freut sich Matthias Rath, dass der CHI wieder an den angestammten Termin Mitte September zurückkehrt. „Ich war selbst schon bei der Dressur im August bei hochsommerlichen Temperaturen in Donaueschingen am Start – und ich war klitschnass. Deshalb kehren wir lieber zum alten Termin zurück. Es soll dies aber gleichzeitig auch das Ende der grünen Saison sein“, so der neue Turnierchef.

Die Bundestrainer

Es hätte auch die Pressekonferenz vor dem Turnierstart sein können. Neben dem Bundestrainer der Springreiter – Otto Becker – war auch der Bundestrainer der Fahrer – Karl Heinz Geiger – auf der Baar zu Gast. Becker, der 2003 in Donaueschingen Europameister mit der Mannschaft wurde, ist begeistert über die Neuausrichtung des Turniers. Vor allem der große Rasenplatz im Springstadion hat es dem Bundestrainer angetan.

„Die Reiterpaare, die hier bestehen, die kann man überall einsetzen“, so sein Fazit. Fahr-Bundestrainer Geiger freut sich genauso auf die Rückkehr in den Schlosspark. „Seit 1976 ist der Fahrsport in Donaueschingen etabliert. Für jeden Gespannfahrer ist es ein Highlight, denn Tausende von Besuchern säumen gerade beim Geländemarathon am Samstag die einzelnen Hindernisse. Dazu kommt die spektakuläre Fahrt durch die Brigach.“ Er kündigte gleichzeitig den ersten Höhepunkt für 2024 an, denn dann findet in Donaueschingen im Rahmen des Restarts des CHI der Nationenpreis der Zweispänner statt. Im Bereich des Springsports wird man ein Drei-Sterne-S-Turnier ausrichten. „Das passt so. Zunächst müssen die Hausaufgaben gemacht werden, um dann weiter zu sehen“, so Otto Becker.

Polo-Rückkehr?

Im Bereich der Dressur wird in Donaueschingen Vier-Sterne-Niveau zu sehen sein – mit internationaler Ausrichtung. Zusätzlich im Plan stehen regionale Prüfungen und eine Amateurtour. Ebenfalls vorstellen kann man sich – wie schon in der Vergangenheit praktiziert – auch das Polo-Turnier im Rahmen des CHI wieder stattfinden zu lassen.

Die Infrastruktur

Großes Augenmerk liegt auf der Infrastruktur. Die Bagger rückten bereits an, um den Dressurplatz abzutragen, denn dort werden im nächsten Jahr die Gespannfahrer ihre Prüfungen in der Dressur und im Punktefahren austragen, während den Dressurreitern der ehemalige Fahrplatz als Viereck hergerichtet wird. Ann Kathrin Linsenhoff, Mutter von Matthias Rath, bringt dann noch den Charity-Gedanke ins Spiel. „Hand in Hand mit der Region soll das Turnier ausgerichtet sein, auch für diejenigen, die es sich vielleicht nicht leisten können“, so Linsenhoff, die 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul mit der Mannschaft Gold in der Dressur holte.