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Calw Premiere: So schlägt sich der neue Oberbürgermeister

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Florian Kling (Mitte) nebst Andreas Quentin (links) und Eric Weber nahm das erste Mal im Gremium Platz. Foto: Rousek Foto: Schwarzwälder Bote

Calw. Es ist Donnerstagabend. In wenigen Minuten beginnt eine Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Auf der Tagesordnung stehen sechs Punkte, keiner davon mit großer Sprengkraft. Und doch ist diese Sitzung etwas Besonderes. Denn sie ist die erste unter dem Vorsitz des neuen Oberbürgermeisters Florian Kling. Wie schlägt sich der ­32-jährige Neu-OB? Der Schwarzwälder Bote hat genau hingeschaut.

Vorbereitung

Schon Minuten bevor die Sitzung losgeht, nimmt Kling in der Mitte des vorderen ­Tisches im Sitzungssaal Platz. Er unterhält sich mit seinem Nebensitzer, seinem persönlichen Referenten, Eric Weber, begrüßt zwischendurch die eintreffenden Stadträte. Von Nervosität keine Spur. Auch auf Rückfrage eines Rates, ob er aufgeregt sei, verneint Kling entschieden. "Ich freue mich", betont er.

Beginn

Mit dem letzten Glockenschlag eröffnet der Neu-OB seine erste Sitzung. Es sei eine Premiere, leitet er ein. Wenn deshalb ein Missgeschick passiere, passiere es eben, fügt er lächelnd hinzu. Die Aufmerksamkeit des Gremiums sowie der Zuhörer ist Kling sofort sicher, dafür sorgt schon seine laute Stimme, die vermutlich nicht einmal eines Mikrofons bedurft hätte. Kling spricht beinahe überdeutlich.

Tagesordnung

Anders, als man es aus bisherigen Sitzungen kennt, stellt Kling zunächst die gesamte Tagesordnung vor. Erst dann leitet er zum ersten Punkt, Bekanntgaben, über. Dabei hat er zwar nur eine Ankündigung zu machen, diese hat es aber in sich: Das Rathaus hat nach Monaten nun endlich wieder einen Briefkasten. Bisher musste man, mangels Alternativen, einige Häuser weiter in die Salzgasse gehen, um Briefe (oder OB-Bewerbungen) einzuwerfen. Der neue Briefkasten befindet sich zwischen Rathaus und Tourist­information. "Mal sehen, wann der erste Brief für mich kommt", scherzt Kling.

Sitzungsverlauf

Im weiteren Verlauf der ­Sitzung verstärkt sich der ­Eindruck, den man schon zu Beginn gewonnen hat: Der OB wirkt souverän und strukturiert. Überdies hat er sich ­offenbar gut vorbereitet. Auch als unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen" Themen auf dem Tisch kommen, die lange vor dem Beginn seiner Amtszeit erstmals aufkamen, weiß er, um was es geht.

Kling schaltet er sich immer wieder zwischendurch ein, um kurz das bisher ­­Be­sprochene zusammenzufassen. Klarheit scheint ihm ein großes Anliegen zu sein, das nur einmal ganz kurz ins Wanken gerät, als er die beiden Stadträte Blaich ­­ver­wechselt. Ein kleines ­Missgeschick, das er einfach weglacht und das ihm keiner übel nimmt.

Diskussion

Daran, dass sich Kling bei einer Diskussion durchzusetzen vermag, dürften nach seiner Premiere keine Zweifel mehr bestehen. Er hält sich in der Diskussion strikt an die Reihenfolge der Redner – wenn das zuweilen auch ­bedeutet, dass er einzelne Räte unterbrechen und später ­erneut aufrufen muss. Das ­alles macht er mit klarer Stimme. Das Wort Premieren-Angst scheint der neue Oberbürgermeister nicht zu kennen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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