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Calw Mehr auf Grundlage von Ängsten

Von
Sind überzeugte Befürworter des Nationalparks Nordschwarzwald (von links): Regine Einfeld (BUND Regionalgeschäftstelle Nordschwarzwald), Referent Wolfgang Schlund, Markus Pagel (NABU Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald) sowie Stefan Andrusch und Gudrun Etzel vom NABU Calw und Umgebung. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bettina Bausch

Calw. Das Thema Nationalpark im Nordschwarzwald bewegt die Gemüter nach wie vor. Dies konnte man schon an der stattlichen Zahl interessierter Bürger aus Calw und Umgebung ablesen, die sich zu einem Vortrag zu diesem Thema im Saal des Hesse-Museums eingefunden hatten.

"Der Nationalpark wird mehr auf der Grundlage von Ängsten als von Fakten diskutiert", unterstrich der Referent des Abends, Wolfgang Schlund, Leiter des Naturschutzzentrums Ruhestein und Sonderbeauftragter in Sachen Park. Er verstand es, mit fundierten Aussagen zur Versachlichung beizutragen.

Da war schon einmal die Feststellung wichtig, dass in der Angelegenheit die Würfel noch nicht gefallen sind. Lediglich ein Gutachten sei in Auftrag gegeben worden, das bis Ende des laufenden Jahres alle wichtigen Fragen untersuchen soll.

Außerdem habe der baden-württembergische Minister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde, zugesagt, dass ein Nationalpark "nur kommt, wenn die Leute es auch wollen." Bei der Einrichtung eines solchen Gebietes, das man weitgehend der Natur überlässt, sei außerdem kein abrupter Eingriff vorgesehen. In einem Zeitraum von etwa 30 Jahren werde eine solche Naturoase allmählich entwickelt und naturnah um- gebaut. In dieser Zeit könne in dem Gebiet noch viel Holz genutzt werden.

Bisher würde es schon 1000 Hektar Bannwald im Nordschwarzwald geben. Weitere 17 000 Hektar würden gesucht. Mit Luftaufnahmen wurden die Besucher gleichsam auf eine Flugreise über das "Suchgebiet" von Freudenstadt über Baiersbronn zum Schliffkopf, Ruhestein und der Hornisgrinde nach Bad Wildbad mitgenommen.

Schlund sah neben der Förderung der Artenvielfalt und den Erhalt der Natur für die nachfolgenden Generationen in einem weitgehend unberührten Waldgebiet viele Vorteile. Für den Tourismus versprach er sich eine deutliche Belebung.

Den oft gehörten Einwand, dass in einem unbewirtschafteten Wald, wie es im Nationalpark Bayrischer Wald geschehen sei, der Borkenkäfer stark zunehmen werde, entkräftete der Experte. Im Nordschwarzwald seien ganz andere Gegebenheiten maßgeblich. Aus dem Gebiet werde auch der Mensch nicht verbannt. Nicht mehr möglich im Nationalpark sei allerdings das Fällen von Bäumen, die Errichtung von Skiliften und Windrädern und die Besucher müssen sich auf vorgegebenen Wegen bewegen.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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